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Der weibliche Zyklus

Jede Frau erlebt ihren Zyklus anders. Das feine Wechselspiel von Hormonen innerhalb des weiblichen Zyklus wird individuell sehr unterschiedlich empfunden und wirkt sich bei jeder Frau anders aus. Stimmungsschwankungen und Spannungsgefühle in der Brust vor dem Beginn der Menstruation zählen wohl zu den am häufigsten genannten Symptomen, lassen sich aber durch zahlreiche weitere Beschwerden ergänzen. Der Zyklus der Frau spiegelt somit ihre eigene Individualität wieder.

Wie lange dauert der Zyklus der Frau?

Der Menstruationszyklus wird mit 28 Tagen berechnet. Er beginnt mit dem ersten Tag der Blutung und endet am letzten Tag vor der nächsten Blutung. Tatsächlich kann seine Dauer zwischen 25 und 35 Tagen variieren. Stress und starke körperliche oder seelische Belastungen können für Schwankungen im Zyklus sorgen. Aber auch Reisen oder räumliche Veränderungen wirken sich eventuell auf den Zyklus der Frau aus.

 

Zykluskalender

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Findet der Eisprung immer zur gleichen Zeit statt?

Nein. Je nachdem, ob der Monatszyklus länger oder kürzer ist verschiebt sich auch der Eisprung. Die zweite Hälfte des weiblichen Zyklus ist  jedoch gewöhnlich 13 bis 14 Tage lang , denn sie wird durch das Hormon Progesteron bestimmt. Progesteron sorgt dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut für das Einnisten einer befruchteten Eizelle erhalten bleibt.

Montaszyklus

Welche Phasen bestimmen den Zyklus der Frau?

Der weibliche Zyklus wird unterteilt in:

  • Follikelphase (auch Proliferations- oder Desquamationsphase genannt). Nennt man die Zeit vom ersten Tag der Blutung bis zum Eisprung.
  • Ovulation (Eisprung). Der Eisprung selbst ist keine Phase, sondern ein Ereignis. Er leitet nach der Follikelphase auch die Gelbkörperphase ein.
  • Gelbkörperphase (auch Luteal - oder Sekretionsphase) beschreibt die Zeit nach dem Eisprung.

In welcher Zyklusphase befinde ich mich?

In welcher Phase Ihres Zyklus Sie sich befinden, lässt sich durch unterschiedliche Faktoren genauer bestimmen:

  • Körpertemperatur
  • Beschaffenheit des Zervixschleims. (Er ist ein Sekret, das von den Drüsen im Gebärmutterhals (Zervix) abgesondert wird. Der Zervixschleim verhindert das Eindringen von Keimen in die Gebärmutter. Gleichzeitig dient er als natürliche Barriere gegen Spermien, die nur während der fruchtbaren Tage im weiblichen Zyklus durch den Schleim hindurch gelangen können.)
  • Zustand des Muttermundes

Alle drei Körperparameter verändern sich während eines Zyklus.

  • Die Körpertemperatur erhöht sich beim Eisprung um 0,5 °C und bleibt bis zum Einsetzen der nächsten Blutung auf diesem Wert.
  • Gleichzeitig wird der Schleim in der Scheide dünnflüssiger, um für Spermien besser durchlässig zu sein.