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Warum husten wir?

Warum husten wir?

Bei welchen Erkrankungen tritt Husten auf?

Husten ist keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom. Die Erkrankungen, die von Husten begleitet werden, können ganz verschieden sein. 

Zu ihnen zählen:  

  • Erkältung, 
  • Bronchitis
  • Grippe,
  • Asthma,
  • Lungenentzündung,
  • Keuchhusten oder
  • Entzündung des Kehlkopfes.

Welche Arten von Husten gibt es?

Generell lassen sich zwei Arten von Husten unterscheiden:

  • Trockener Reizhusten und
  • Produktiver Husten.

Trockener Husten

Trockener Husten

Der trockene Husten ist besonders in der Nacht sehr lästig, denn ständiger Hustenreiz lässt keinen ruhigen Schlaf zu. Dieser Reizhusten lässt sich auf verschiedene Ursachen zurückführen. Zu ihnen gehören

Erkrankung der Atemwege

  • Infektion der oberen Atemwege(Chronische Sinusitis)
  • Asthma bronchiale

Aufnahme von schädlichen oder unverträglichen Stoffen

  • Allergische Reaktionen
  • Einatmen von Rauch und Schadstoffen
  • Medikamente (z.B. ACE-Hemmer)

Nicht atemwegsbezogene Erkrankungen

  • Herzprobleme
  • Refluxsyndrom

Produktiver Husten

Das Merkmal dieser Hustenart: Es kommt zu einer vermehrten Schleimbildung. Der produktive Husten entsteht bei verschleimten Bronchien, in seltenen Fällen auch durch anatomische Veränderungen der Lunge, die zu einer Ansammlung von Schleim in den tiefen Atemwegen führt. Sie ist charakterisiert durch weißen oder gefärbten Auswurf beim Abhusten. 

Produktiver Husten kann durch folgende Erkrankungen ausgelöst werden:

  • Akute Entzündung der Bronchien (Bronchitis) 
  • Chronische Bronchitis
  • Lungenentzündung, 
  • Bronchiektasen (sackförmige Ausweitungen der Bronchien, die sich nicht zurückbilden können.) 

Husten als Schutzmechanismus

Staubpartikel oder andere Fremdkörper, die in die Atemwege oder Bronchien gelangen, werden als „Eindringlinge“ betrachtet. Das Husten dient dem Körper daher als Schutzmechanismus. Dieser Hustenreflex bewirkt, dass Schadstoffe gemeinsam mit Sekret wieder hinausgeschleudert werden.

Um das „Verschmutzen“ der Lunge zu verhindern, befindet sich auf der Innenseite der Atemwege die Bronchialschleimhaut, in die schleimproduzierende Becherzellen eingebettet sind. eingeund Darüber hinaus ist die Atemwegsschleimhaut mit beweglichen Flimmerhärchen besetzt. Im gesunden Zustand sorgen die Flimmerhärchen in den Bronchien dafür, dass inhalierte Staubpartikel oder Ähnliches gemeinsam mit dem dort befindlichen Schleim aus den Bronchien in Richtung Kehlkopf wegtransportiert werden. Dort können sie dann ausgehustet oder verschluckt werden. Dieser Mechanismus funktioniert allerdings nur, wenn die Flimmerhärchen intakt sind und der Schleim seine normale Konsistenz besitzt.

 Eingedrungene Viren schädigen die Zellen der Bronchienschleimhaut und verhindern oder zerstören dadurch sogar die Funktion der Flimmerhärchen. Diese eingeschränkte Funktionsfähigkeit bewirkt, dass sich der vermehrt produzierte Schleim ansammelt und der natürliche Selbstreinigungsmechanismus der Atemwege gestört wird. Der Körper versucht durch Husten den Schleim loszuwerden und dadurch die Bronchien zu befreien.  

Wird er zu zäh, ist das befreiende Abhusten nicht mehr möglich. Die Folge: der Husten wird lästig, mühsam oder gar schmerzhaft. 

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