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Heilpflanzen: Walnussbaum

Walnussbaum

Der Ursprung des Walnussbaumes (Juglans regia)

Der Walnussbaum (Juglans regia) gilt als einer der ältesten bekannten Bäume. Bereits im Tertiär vor etwa 65 Millionen Jahren war der stattliche Baum zu finden. Auch die Verwendung von Walnüssen hat eine lange Tradition. Archäologischen Funden zu Folge wurde die Walnuss bereits vor etwa 9000 Jahren als wertvolles Nahrungsmittel genutzt. Die ursprünglich aus dem Iran stammende Walnuss gelangte über das weit verzweigte Netz von Handelswegen von Asien und China bis nach Griechenland. Einmal in Europa angekommen, begann ein wahrer Siegeszug der schmackhaften und gesunden Nuss. Die Griechen brachten die beliebte Walnuss ins Römische Reich. Von dort verbreitete sich der Walnussbaum bis nach Gallien. 

Der Grund für diese starke Ausbreitung: Der stattliche Baum ließ sich vielfältig nutzen.

  • Sein widerstandsfähiges Holz diente dem Möbelbau, 
  • seine Nüsse wurden in grünem sowie reifen Zustand verzehrt oder zu Öl gepresst, 
  • seine Blätter (Juglandis folium) wirken durch ihren hohen Gerbstoffgehalt adstringierend  (zusammenziehend) und fanden deshalb als pflanzliches Arzneimittel Anwendung. 

Welche Wirkung besitzen Walnussblätter?

Als pflanzliches Arzneimittel werden vor allem die im Sommer geernteten und getrockneten Blätter des Walnussbaums verwendet. Sie wirken

  •  adstringierend (zusammenziehend),
  • antiphlogistisch (entzündungshemmend) und

Walnussblätter werden heute hauptsächlich bei 

  • leichten oberflächlichen Hautentzündungen und
  • zusammen mit weiteren Heilpflanzen zur Unterstützung der Immunabwehr (Stärkung des Immunsystems) eingesetzt.

Welche Inhaltsstoffe besitzen seine Blätter?

Die wichtigsten wirksamkeitsbestimmenden Inhaltsstoffe der getrockneten Blätter des Walnussbaumes sind Gerbstoffe, Flavonoide, Kaffeesäure und Vanillinsäure sowie ätherische Öle:

  • Gerbstoffe: Ihr Anteil kann bis zu zehn Prozent betragen. Gerbstoffe wirken adstringierend. Sie verbinden sich mit Eiweißen auf der Haut und die Zellen in den oberen Gewebeschichten verlieren Wasser. Durch die adstringierende Wirkung der Gerbstoffe wird die oberflächliche Durchblutung reduziert, die zarten Blutgefäße (Kapillargefäße) ziehen sich zusammen. Das Resultat dieser gefäßverengenden Eigenschaft ist ein Abschwellen der Schleimhäute sowie eine geringere Reizbarkeit des Gewebes. Gerbstoffe wirken somit entzündungshemmend sowie schmerz- und juckreizlindernd.
  • Flavonoide: Sie binden freie Radikale, die die Zellmembran schädigen können und dienen dem Schutz von Kapillargefäßen. Wie die Gerbstoffe wirken auch sie entzündungshemmend. 
  • ätherische Öle: Die meisten ätherischen Öle wirken desinfizierend und antimikrobiell.
  • Kaffeesäure und Vanillinsäure: sind sekundäre Pflanzenstoffe die über eine antioxidative Wirkung verfügen.

Wie kommt der Walnussbaum zu seinem Namen?

Der heute gebräuchliche Name Walnuss geht auf das 8. Jahrhundert zurück. Die Gallier, als Welschen bekannt, brachten die Walnuss nach Deutschland. Aus der damaligen Welschnuss entwickelte sich der Name Walnuss. Im antiken Rom nannte man die Walnuss die „Eicheln des Jupiter“- „jovi glans“.  Die gesunden Früchte des Baumes galten als göttliche Gabe Jupiters. Auch der heute noch gültige wissenschaftliche Name Juglans regia, die göttliche Frucht Jupiters, zeugt von der Hochachtung für diese Frucht.

Volkstümliche Namen:

  • Wallnuss
  • Wälsche Nuss, 
  • Welschnuss-Baum
  • Christnuss
  • Steinnuss

Woran erkennt man ihn?

Der Walnussbaum kann bis zu 25 Meter groß werden. Er besitzt eine sehr dichte, breite Baumkrone. Die Rinde des jungen Baumes ist glatt und aschgrau. Mit zunehmendem Alter wird die Borke rissig und gefurcht, ihre Farbe dunkel- bis schwarzgrau. Die wechselständigen Blätter bestehen aus fünf bis neun elliptisch bis eilänglichen Fiederblättchen mit einer Länge von sechs bis fünfzehn Zentimetern. Die echte Walnuss ist ein einhäusiger Baum. Das bedeutet, dass der Baum auf einer Pflanze sowohl weibliche als auch männliche Blüten trägt. Die Blüte erfolgt zwischen April und Juni. Die männlichen Blüten erscheinen als bis zu 15 cm lange Kätzchen in Büscheln. Die unscheinbaren weiblichen Blüten sitzen am Ende der Neutriebe, meist zu zweit, und erblühen zeitgleich mit dem Blattaustrieb. Die Nüsse reifen je nach Sorte und Standort zwischen September und Oktober. Der Baumriese kann bis zu 250 Jahre alt werden.  

In welchen Gebieten wächst der Walnussbaum?

Der Walnussbaum braucht für sein Wachstum viel Licht. Des Weiteren liebt er Hitze. Doch ist er auch auf Kälteperioden angewiesen. Der Grund: Er gehört zu den Kaltkeimern, d.h. er benötigt eine Kälteperiode, um zu keimen. Die Walnussbäume fühlen sich in einem lehmigen fruchtbaren Boden wohl. Auch wenn der Walnussbaum im mittleren Osten zuhause ist, befinden sich heute die größten Walnussbaumplantagen in Kalifornien. Auch in Deutschland und weiten Teilen Europas wachsen Walnussbäume. Ihre Erträge sind hier jedoch so gering, dass sich ein kommerzieller Anbau kaum lohnt. 

Der Walnussbaum als Symbol der Fruchtbarkeit

Bereits im antiken Griechenland galt der Walnussbaum als Symbol der Fruchtbarkeit. Betrat die Braut das Brautgemach, wurden zeitgleich unter den Hochzeitsgästen Nüsse verteilt, damit Zeus dem Paar viele Kinder beschere. 

Auch der Begriff Polterabend rührt von der Walnuss her. So ließ man der Braut am Abend vor der Hochzeit einen Korb mit Nüssen durch das Schlafzimmerfenster poltern, um reichen Kindersegen zu unterstützen.  

In der Schweiz fütterte man die Kühe zur Weihnachtszeit mit Nüssen, um ihre Fruchtbarkeit zu stärken. 

Da die Gewehrschäfte früher meist aus dem widerstandsfähigen Holz des Walnussbaumes gefertigt wurden, hielt man frisch gebackene Eltern eines Buben dazu an, einen Nussbaum zu pflanzen, um auch zukünftig die Landesverteidigung zu  gewährleisten.

In welchen Arzneimitteln sind die getrockneten Walnussblätter zu finden? 

Die antientzündlichen und antimikrobiellen Eigenschaften der Walnussblätter werden in Imupret® N zur Stärkung der Immunabwehr mit den Eigenschaften weiterer Heilpflanzen kombiniert. Das pflanzliche Arzneimittel Imupret® N leistet bereits bei den ersten Anzeichen, aber auch während einer Erkältung, wertvolle Unterstützung. 

Imupret® N beinhaltet die Bestandteile aus 7 heimischen Heilpflanzen:

Kamillenblüte
Eibischwurzel
Schachtelhalmkraut
Schafgarbenkraut
Walnussblätter
Löwenzahnkraut
Eichenrinde

Die sich ergänzenden Wirkstoffe der Heilpflanzen stärken das Immunsystem, gehen direkt gegen Erkältungserreger vor und helfen so die Infektion einzudämmen.

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