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Heilpflanzen: Rosskastanie

Rosskastanie

Die Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) gehört zur Familie der Seifenbaumgewächse (Sapindaceae). Die Kastanie wächst bis zu 30 Meter hoch und kann ein Alter von über 200 Jahren erreichen. Ihre Laubblätter sind fünf- bis siebenfach gefiedert, im Mai und Juni bilden sich bis zu 30 cm hohe, weiße, gelbliche oder rosafarbene Blütenstände. Im Herbst reifen aus ihnen kugelige, stachelige, grüne Früchte heran, die in ihrem Kern die braun-glänzenden Kastaniensamen enthalten.

Die Rosskastanie wurde im 16. Jahrhundert aus dem Vorderen Orient nach Europa eingeführt, heute ist sie in ganz Europa, Kleinasien, Nordindien und dem Kaukasus zu finden. Sie wächst auf nährstoffreichen Sand- und Lehmböden.

Bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurden die Extrakte aus den Samen der Rosskastanie in der Volksmedizin eingesetzt. Die moderne Pflanzenmedizin setzt heute vor allem den aus den Samen gewonnen Saponinkomplex Aescin ein. Dieser wirkt entzündungshemmend und gegen Wassereinlagerungen im Gewebe. Das Hauptanwendungsgebiet ist daher die chronisch venöse Insuffizienz. Die Zubereitungen wirken gefäßschützend und erhöhen die Spannkraft der Venenwände. Schmerzen und das Schweregefühl in den Beinen lassen nach, nächtliche Wadenkrämpfe, Juckreiz und Schwellungen der Beine gehen zurück.

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