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Heilpflanzen: Kermesbeere

Kermesbeere

Die Amerikanische Kermesbeere (Phytolacca americana) aus der Familie der Kermesbeerengewächse ist eine mehrjährige, gabelig verzweigte Staude mit lanzettförmigen Blättern, die bis zu drei Metern hoch werden kann. An den rötlichen Stängeln trägt die Kermesbeere von Juni bis August grün-weiße Blütentrauben in hängenden Fruchtständen, aus denen sich schwarz-violette, fleischige Beerenfrüchte mit purpurrotem Saft entwickeln. Die Kermesbeere stammt ursprünglich aus Nordamerika, ist mittlerweile aber sowohl als Zierstrauch, als auch in verwilderter Form weit verbreitet.

Die Bezeichnung Kermesbeere geht auf das persische „kermes“ (rot) zurück, das sich beispielsweise auch in „karmesinrot“ wiederfindet. Der aus den Beeren gewonnene rote Farbstoff diente früher als Lebensmittelfarbstoff z. B. zur Intensivierung der Farbe von Portwein. Aber nicht nur die Beeren fanden schon vor Hunderten von Jahren Verwendung, auch die Wurzeln der Pflanze wurden in der Volksmedizin zur Behandlung von Rheuma und Arthritis verwendet. In der Pflanzenheilkunde und Homöopathie wird die Arzneipflanze heute bei Entzündungen im Hals- und Rachenraum angewendet. Die in der Wurzel der Kermesbeere enthaltenen Wirkstoffe wirken antientzündlich sind ein wichtiger Bestandteil von Tonsipret®.

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