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Heilpflanzen: Ignatiusbohne

Ignatiusbohne

Anwendungsgebiete der Ignatiusbohne

Die Ignatiusbohne, auch als Ignatius-Bohnenbaum (Strychnos ignatii) bekannt, gehört zur Familie der Brechnussgewächse (Loganiaceae).  In der pflanzlichen Medizin ihrer Heimat Südostasien besitzt die Ignatiusbohne eine lange Tradition. Erst im 17. Jahrhundert brachten spanische Jesuiten die Samen des Ignatius-Bohnenbaumes nach Europa. Der Jesuitenpater Georg Joseph Kamel (1661-1706) beschrieb diese neue Arzneipflanze und  benannte sie nach Ignatius von Loyola, dem Stifter seines Ordens. 

In Ihrer Heimat schätzte man die Ignatiusbohne vornehmlich wegen ihrer Wirkung

  • gegen Spulwürmer,
  • bei Vergiftungen,
  • bei Schwertwunden und
  • bei Entbindungen.

Im Europa des 17. Und 18. Jahrhunderts hingegen wurde sie gegen

  • Magenbeschwerden,
  • Krämpfe,
  • Fieber,
  • Lebererkrankungen sowie
  • bei Milz- und Darmkrankheiten

eingesetzt.

In der Homöopathie wird die Ignatiusbohne bei Stimmungsschwankungen, nervös bedingten Kopfschmerzen, bei Angst und Reizbarkeit angewendet.

Welche Inhaltsstoffe finden sich in der Ignatiusbohne und wie wirken sie?

Je nach geographischer Herkunft können die Inhaltsstoffe in der Zusammensetzung variieren. Die Samen sind bitter und enthalten als wesentliche Bestandteile die starken Nervengifte Strychnin und Brucin, des weiteren Loganin und Kaffeesäure.

Diese Wirkstoffe finden Verwendung

  • als Konstitutionsmittel für das zentrale Nervensystem,
  • bei der Behandlung von Erkrankungen der unteren Atemwege, des Magen-Darm-Trakts und der weiblichen Geschlechtsorgane.

Einer der Hauptinhaltsstoffe der Ignatiusbohne, das Nervengift Strychnin, entfaltet, in homöopathischer Dosis verabreicht, seine heilsame Wirkung bei nervösen Störungen.

Mystisches

Den Eingeborenen der Philippinen nutzten die zerstoßenen Samen als Mittel gegen Vergiftungen die angeblich durch Zauberei hervorgerufen wurden. Sie sollten verabreichten Liebestränken ihrer Wirkung rauben. Trug man die Samen hingegen als Amulett um den Hals, sollten sie Liebeszauber lösen. In der ayurvedischen Medizin fand die Ignatiusbohne eine eher gegenteilige Anwendung. Hier wurde sie als Aphrodisiakum verwendet. 

Wo ist die Heilpflanze beheimatet?

Die natürliche Verbreitung des Ignatius-Bohnenbaumes sind tropische Gebiete. Dazu zählen verschiedene chinesische Provinzen, Thailand, Vietnam, Java, Malaysia und die Philippinen.  Er bevorzugt sandige Böden und offene Wälder auf Kalkstein. Der Ignatius-Bohnenbaum ist vom Tiefland bis in eine Höhe von 1.500 m anzutreffen.

Woran erkennt man die Ignatiusbohne?

Auch wenn man vom Ignatius-Bohnenbaum spricht, so handelt es sich hier doch um einen Strauch. Denn der Ignatius-Bohnenbaum bildet einen dornenlosen Kletterstrauch. Mit Hilfe seiner hakenförmigen, seitlich zusammengedrückten, holzigen Ranken vermag er sich bis in die höchsten Gipfel von Bäumen zu winden. Sein Stamm wird über zehn Zentimeter dick und besitzt eine glatte, rötliche Rinde. An den dünnen, behaarten Zweigen stehen kreuzweise gegenständig angeordnet die bis 25 cm langen Blätter. Diese sind ungeteilt elliptisch geformt. Die unscheinbaren, grünlichen Blüten des Ignatius-Bohnenbaumes bilden Traubendolden. Aus den Fruchtknoten entwickeln sich kürbisartige, schwach orangegelbe, hartschalige Beeren mit einem Durchmesser von ca. zwölf Zentimeter. In den Früchten  befinden sich bis zu 40 dicht zusammengepackte harte Samen mit einer Länge von ca. drei Zentimenter. Diese matt graubraunen Samen sind unregelmäßig eiförmig und besitzen einen sehr bitteren Geschmack.  Die Blühte des Ignatius-Bohnenbaumes dauert von April bis Juni.

Wie kommt die Heilpflanze zu ihrem Namen?

Durch spanische Jesuiten gelangten die Samen des Ignatius-Bohnenbaumes (Strychnos ignatii) im 17. Jahrhundert nach Europa. Dort wurden sie nach dem Gründer des Jesuitenordens, Ignatius von Loyola, benannt. Der lateinische Gattungsname Strychnos lässt sich mit „eine Art Nachtschatten“ übersetzen.  Ihr Samen ist aufgrund seines sehr bitteren Geschmacks und seiner Verwendung als Fiebermittel auch unter der Bezeichnung „Bittere Fiebernuss“ bekannt.

Welche Pflanzenteile werden verwendet?

Bei der pharmazeutischen Anwendung kommen ausschließlich die reifen, getrockneten, geschälten und pulverisierten Samen (Bohnen) des Ignatius- Bohnenbaumes zum Einsatz. 

In welchen pflanzlichen Arzneimitteln wird die Ignatiusbohne eingesetzt?

Seine Wirksamkeit verdankt Mastodynon® seiner einzigartigen Wirkstoffkombination aus MönchspfefferAlpenveilchenTigerlilie, Ignatiusbohne, blauem Hahnenfuß und Schwertlilie. Diese Inhaltsstoffe greifen schonend in das hormonelle Ungleichgewicht ein und behandeln die Ursache der Beschwerden. Der Hormonhaushalt wird reguliert und die Wiederherstellung des natürlichen Hormongleichgewichts unterstützt. Neben der Regulierung des hormonellen Gleichgewichtes kommt es auch zu einer Linderung von prämenstruellen Brustbeschwerden (Mastodynie). Das Spannungs-, Schwellungs-, und Schweregefühl in den Brüsten lässt nach.

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