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Heilpflanzen: Eibisch

Eibisch

Ursprung und Anwendungsgebiete des Eibisch

Der echte Eibisch gehört zur Familie der Malvengewächse. Wie alle Malven ist er reich an entzündungshemmenden und reizlindernden Pflanzenschleimen. Das Besondere des Eibisch: Seine Wurzeln enthalten dreimal so viel Pflanzenschleime wie jene der gewöhnlichen Malve, denn sie verfügen über spezielle Schleimzellen.  Als Heilpflanze besitzt der Eibisch eine lange Tradition. So fanden Forscher in einem 60.000 Jahre alten Grab eines Neandertalers verschiedene Heilpflanzen – darunter auch den Eibisch.

Die griechischen Ärzte Hippokrates und Dioskurides setzte Eibisch zur Behandlung von 

  • Zahnschmerzen,
  • Harnwegs- und Darmerkrankungen sowie
  • Brandwunden,
  • Stichen und Abszessen ein.

Heute wird der Eibisch vorwiegend zur Behandlung gereizter und entzündeter Schleimhäute verwendet. Das Malvengewächs entfaltet sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet seine Heilkraft. 
Zu den Anwendungsgebieten zählen:

  • akute Atemwegserkrankungen,
  • Heiserkeit  und
  • leichte Entzündung der Magenschleimhaut.
  • Entzündungen im Mund- und Rachenraum sowie
  • Reizhusten.

Welche Wirkung hat der Eibisch?

Seine medizinische Wirkung verdankt der Eibisch seinem hohen Gehalt an pflanzlichen Schleimstoffen.  Als sogenannte Schleimdroge (Muzilaginosum) eignet er sich besonders bei entzündlichen Atemwegserkrankungen und wird bevorzugt in der Anfangsphase von Erkältungen eingesetzt.  Meist werden die Eibischwurzeln für die Herstellung pflanzlicher Arzneimitteln verwendet, da der Schleimstoffgehalt dort höher ist als in den Blättern.

Gelangen diese Pflanzenschleimstoffe auf die Schleimhäute im Mund-, Rachen-, Hals oder Magenbereich, legen sie sich wie ein schützender Film auf diese. Durch die oberflächenabdichtende Wirkung der Schleimstoffe heilen Entzündungen und Reizungen schneller ab, Schmerzen werden gelindert.  Bei gereiztem Rachen dämpfen die Wirkstoffe des Eibischs trockenen Reizhusten und wirken Heiserkeit entgegen.  Leichte Entzündungen oder Reizungen der Magenschleimhaut (Gastritis) lassen sich ebenfalls mit der Wirkkraft der Eibischwurzel bekämpfen.

Eibisch wirkt:

  • reizlindernd und antitussiv ( hustenreizlindernd), indem er die Mund- und Rachenschleimhaut bei Entzündungen schützt  
  • magenschleimhautschützend. Seine Schleimstoffe puffern Säure und bewirken eine Reizlinderung bei einer Magenschleimhautentzündung oder Magenschleimhautreizung.

Welche Inhaltsstoffe besitzt der Eibisch?

Der Eibisch besitzt einem hohen Gehalt an natürlichen Schleimstoffen. Vergleicht man ihn mit seiner Verwandten der Malve, so kann der Eibisch mit einem dreifachen Gehalt an Pflanzenschleimen aufwarten.  
Besonders seine fleischig schleimigen Wurzeln enthalten spezielle Schleimzellen. 
Die Inhaltsstoffe in den Blättern und Blüten unterschieden sich wesentlich von denen der Wurzel.

So enthalten die Blätter und Blüten des Eibischs:

  • Schleimstoffe (bis zu 5%),
  • Flavonoide (sekundäre Pflanzenstoffe) sowie
  • ätherische Öle und Gerbstoffe.

Die Wurzel hingegen ist reich an

  • Schleimstoffen (bis zu 35%)
  • Pektin (pflanzliches Geliermittel) und
  •  Stärke. 

Welche Pflanzenteile werden verwendet?

Für pflanzliche Arzneimittel werden vor allem die Wurzel, die Blätter und die Blüten des Eibischs verwendet.

Wie kommt der Eibisch zu seinem Namen?

Der botanische Name althaea officinalis leitet sich vom griechischen Wort altho (heilen) ab. Der Zusatz officinalis deutet auf seinen Gebrauch für medizinische Zwecke hin. Seine pflanzenschleimreiche Wurzel brachten dem Eibisch volkstümliche Namen wie

  • Schleimwurzel, 
  • Hilfwurz,
  • Sammetpappel bzw. Samtpappel und 
  • Heilwurzel ein.

Wo findet man den Eibisch?

Das natürliche Verbreitungsgebiet des echten Eibischs erstreckt sich von den Steppenzonen Südrusslands und Kasachstans bis zum Altai Gebirge. Im Westen ist er in Südeuropa vom Balkan über Italien bis zur Iberischen Halbinsel zu finden.  Der Eibisch bevorzugt die salzhaltigen Böden küstennaher Gebiete, kommt aber auch mit anderen Böden recht gut zurecht. In Mitteleuropa wird er bevorzugt in Gärten kultiviert.

Woran erkennt man den Eibisch

Die mehrjährige Staude besitzt aufrechte, bis zu zwei Meter hohe Stängel die weich und samtig behaart sind.  Die Eibischblätter haben eine drei- bis fünflappige Form mit handförmigen Blattadern. Die unteren Blätter sind häufig gelappt, die oberen im Umriss meist dreieckig und beidseitig samtig behaart.  Zur Blüte entwickeln sich etwa fünf Zentimeter breite mittelgroße, herzförmige weiße oder rosafarbene Malvenblüten die in der Mitte dunkler werden.

In welchem pflanzlichen Arzneimittel ist der Eibisch zu finden?

Wirkstoffe aus der Eibischwurze sind Bestandteil von Imupret® N . Das pflanzliche Arzneimittel wirkt mit der Kraft 7 heimischer Heilpflanzen:

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