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Heilpflanzen: Ampfer

Ampfer

Heilpflanze: Ampfer (Rumex acetosa)

Ursprung des Ampfers

Bereits in der Antike wurde der Sauerampfer als wertvoller Vitamin C Lieferant geschätzt. So berichtete Plinius, Rumex acetosa (Sauerampfer) hätte Cäsars Soldaten von Skorbut, einer Vitaminmangelerkrankung, geheilt. Auch die Seefahrer machten sich den Vitaminreichtum des Knöterichgewächses zunutze, indem sie auf ihren langen Seereisen Gemüse aus Sauerampfer zu sich nahmen. Erkrankungen durch Vitamin C Mangel konnte dadurch vorgebeugt werden. Neben seiner Eigenschaft als wichtiger Mineralstoff- und Vitaminlieferant galt der Sauerampfer auch als fiebersenkende Heilpflanze. Des Weiteren nutzte man das Heilkraut in Ägypten, Griechenland und Italien um fette Speisen besser verdaulich zu machen.

Anwendungsgebiete des Ampfers

Neben seiner immer beliebter werdenden Verwendung als gesunde Ergänzung von Suppen und Salaten, verfügt der Sauerampfer über ein breitgefächertes Anwendungsgebiet bei einer Vielzahl von körperlichen Beschwerden. Es erstreckt sich über

Die Wirkung des Ampfers

Das Kauen der frischen, jungen Blätter des Sauerampfers verstärkt die Speichelbildung. Der Grund: Ihr hoher Gehalt an Vitamin C und Oxalsäure. Daneben wirkt das Heilkraut

  • entzündungshemmend,
  • antibakteriell,
  • entwässernd,
  • Schleim verflüssigend,
  • immunstärkend,
  • abführend,
  • Appetit anregend und
  • blutreinigend.

Welche Wirkstoffe besitzt der Ampfer?

Der säuerliche Geschmack der Blätter des Sauerampfers beruht vornehmlich auf seinem hohen Gehalt an Oxalsäure, auch als Kleesäure bekannt. Der Grund: Bei Sauerklee konnte das erste Mal das Vorkommen von Oxalsäure nachgewiesen werden. Deshalb war die Oxalsäure lange Zeit unter dem Namen Kleesäure bekannt.
Auch wenn der Sauerampfer, seines hohen Vitamingehaltes wegen, im Frühjahr sehr geschätzt wird, ist der Verzehr der rohen Blätter des Krautes keinesfalls unbedenklich. Denn besonders die älteren Blätter können durch ihren hohen Oxalgehalt starken Durchfall hervorrufen.
Der Verzehr geringer Mengen in Form von Gemüse oder in Suppen stellt jedoch kein gesundheitliches Risiko dar, wenn nur die jungen und frischen Blätter des Sauerampfers verwendet werden.

Weitere Inhaltstoffe des Sauerampfers sind:

  • Gerbstoffe,
  • Flavonoide (sekundäre Pflanzenstoffe),
  • Vitamin C und Vitamin E sowie
  • Eisen.

Welche Pflanzenteile werden verwendet?

Für medizinische Zwecke wird das oberirdische Kraut des Sauerampfers verwendet.

Wo wächst der Ampfer?

Sauerampfer ist vor allem in Europa, Asien, Australien und dem Norden Afrikas beheimatet. Das winterharte Kraut besiedelt bevorzugt frische, mäßig nährstoffreiche, sandige Lehm- oder Tonböden. Ampfer ist eine Zeigerpflanze für saure, nährstoffreiche Erde. Man findet ihn häufig auf Feuchtwiesen und Äckern. Doch sollte der Ampfer dort nicht geerntet werden, denn durch Pestizide und Düngemittel ist die Pflanze häufig stark belastet. 
Der Verzehr von Sauerampfer kann bei Pferden, Schafen, aber auch bei Rindern und Kühen zu Vergiftungen führen und wird deshalb von ihnen gemieden. Das ist der Grund, weshalb auf selbst völlig abgegrasten Weiden dennoch prächtige Sauerampfer Pflanzen zu finden sind.

Woher hat der Ampfer (Rumex acetosa) seinen Namen?

Rumex stellt den alten lateinischen Namen für Ampfer dar. Der Artname „acetosa“ kommt ebenfalls aus dem Lateinischen. „Acetum“ lässt sich mit Essig übersetzen. Der Grund für diese Namensgebung ist der acide (säuerliche) Geschmack des Krautes. 
Zu den volkstümlichen Namen des Ampfers zählen: 
Sauergras, Sauerknöterich, Salatampfer, Feldampfer, Kuckuckskraut oder großer Ampfer.

Woran erkennt man den Sauerampfer?

Der Sauerampfer gehört zur Familie der Knöterichgewächse. Die krautige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von 30 bis 100 Zentimetern. Ihr aufrechter Stängel ist gefurcht. Die dicklichen Blätter sind wechselständig angeordnet. Während die Grundblätter lang gestielt sind und eine eiförmig-lanzettliche Form besitzen, sind die oberen Blätter nicht gestielt. Die zwischen Mai und September erscheinenden Blüten des Sauerampfers haben eine grünlich bis rötliche Färbung und wachsen in dichten, verästelten Rispen. Der Ampfer gehört zu den zweihäusigen Pflanzen. Das heißt, seine männlichen und weiblichen Blüten sind auf verschiedene Pflanzen aufgeteilt. Aus ihnen entwickeln sich dreikantige dunkle Nussfrüchte.

In welchem pflanzlichen Arzneimittel ist der Ampfer zu finden?

Das pflanzliche Arzneimittel Sinupret® extract kombiniert die schleimlösendenund entzündungshemmenden Inhaltsstoffe des Ampferkrautes mit den Wirkstoffen aus EnzianwurzelHolunderblütenEisenkraut und Schlüsselblumenblüten. In Sinupret® extract ergänzen sie sich 4-fach konzentriert* zu einem wirksamen Phytotherapeutikum zur Behandlung von akuten Entzündungen der Nasennebenhöhlen mit Schnupfen und Druckkopfschmerz.

*Eine 4-fache Konzentration ist nicht gleichzusetzen mit der 4-fachen Wirksamkeit. Die 4-fache Konzentration bezieht sich auf Ø 720 mg eingesetzte Pflanzenmischung in Sinupret extract (entspricht 160 mg Trockenextrakt) im Vergleich zu 156 mg Pflanzenmischung in Sinupret forte, bzw. auf die die schleimlösende bzw. entzündungshemmende Eigenschaft mitbestimmenden Bioflavonoide.