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Müde, schlapp und irgendwann krank durch Schlafmangel

20 bis 30 Prozent der Menschen aus westlichen Industrienationen leiden kontinuierlich unter Schlafstörungen, die

20 bis 30 Prozent der Menschen aus westlichen Industrienationen leiden kontinuierlich unter Schlafstörungen, die sich ganz unterschiedlich äußern können. Die einen können nicht einschlafen und lassen den Tag immer und immer wieder Revue passieren. Andere werden nachts plötzlich wach und können nicht wieder einschlafen.  Wer am Abend stundenlang wach liegt, ist am nächsten Tag meist unausgeschlafen. Kommt das gelegentlich vor, ist das für die Betroffenen zwar unangenehm, stellt aber noch kein gesundheitliches Risiko dar. Wird daraus jedoch eine chronische Störung des Schlafes, dann ist Schlafmangel durchaus gesundheitsgefährdend. 

Die Folgen:

  • Abnahme der Leistungsfähigkeit
  • Abnahme der Konzentrationsfähigkeit
  • Abnahme der Reaktionsfähigkeit 
  • Psychische Störungen 

Was sind die Symptome von Schlafstörungen?

Schlafstörungen können sich auf verschiedenste Weise äußern. Generell lassen sie sich in drei Arten unterteilen:

  • Einschlafprobleme 
  • Durchschlafprobleme
  • sehr frühes Aufwachen

Diese Symptome sind bezeichnend für eine sogenannte Insomnie, das ist der medizinische Fachbegriff für Schlafstörungen. Ihnen allen ist eines gemeinsam: Die Betroffenen leiden unter Schlaflosigkeit in der Nacht und quälender Müdigkeit am Tag.

Kommt die Schlaflosigkeit drei Nächte oder öfter in der Woche über einem Zeitraum von mehr als vier Wochen vor, kann sie auf Dauer zu ernstlichen gesundheitlichen Problemen führen und die Leistungsfähigkeit der Betroffenen stark beeinträchtigen.

Welche Arten von Schlafstörungen gibt es?

Welche Arten von Schlafstörungen gibt es?

Schlafstörungen sind Schlafprobleme, die über einen längeren Zeitraum auftreten. Je nach Art der Beschwerden lassen sie sich in acht Hauptgruppen einteilen:

  • Insomnie: Die häufigste Art der Schlafstörung bzw. Schlaflosigkeit. Darunter versteht man Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen oder frühmorgendliches Erwachen. Die Patienten klagen oft über chronische Müdigkeit, Verspannungen, Kopfschmerzen oder depressive Stimmungslagen. Auslöser der Insomnie können psychische Überlastung (z.B. Geldsorgen) oder Medikamentenunverträglichkeit bzw. Missbrauch sein.
  • Schlafbezogene Atmungsstörungen: hier kommt es zu Atemaussetzern während der Nacht. Meist merkt der Betroffene dieses Aussetzen nicht einmal.
  • Zirkadiane Schlaf-Wach-Rhythmusstörungen: Der Schlafrhythmus ist gestört, was zu nächtlichem Wachsein und verstärkter Tagesmüdigkeit führt. Solche Rhythmus-Schlafstörungen können durch Jet lag oder Schichtarbeit ausgelöst werden. 
  • Hypersomnie: Die Hypersomnie äußert sich in einem vermehrten Bedarf an Schlaf während des Tages, ohne dass es zu lang andauernden,  wahrgenommenen Wachphasen während des Nachtschlafes gekommen ist. Zu den Hypersomnien zählen zum Beispiel Erkrankungen wie die Schlafkrankheit oder traumatische Hirnschädigungen.
  • Parasomnie: hierbei handelt es sich um Störungen, die aus dem Schlaf heraus, d.h. zum Beispiel beim Erwachen auftreten. Zu ihnen zählen Verhaltensweisen wie Schlafwandeln, nächtliche Albträume oder nächtliches Stöhnen.
  • Schlafbezogene Bewegungsstörungen: Die Schlafstörungen werden hier durch einfache, sich wiederholende Bewegungen verursacht. Eine häufige schlafbezogene Bewegungsstörung ist das Restless-Legs-Syndrom (RLS). Auch periodische Bewegungsstörungen der Gliedmaßen und nächtliches Zähneknirschen zählen dazu.
  • Andere Schlafstörungen: Alle Schlafstörungen, die sich keiner der anderen Kategorien zuordnen lassen, etwa weil sie noch nicht ausreichend untersucht wurden oder Merkmale verschiedener Kategorien von Schlafstörungen aufweisen.

Die verschiedenen Arten von Schlafstörungen können sich überschneiden. So leiden zum Beispiel manche Menschen sowohl an Ein- und Durchschlafstörungen als auch an Schlafwandeln und schlafbezogenen Atmungsstörungen. Diese Überschneidungen machen die Behandlung des Themas Schlafstörungen sehr komplex und schwierig.

Gründe für Schlafstörungen

Die Gründe für Schlafstörungen können sehr unterschiedliche Ursachen haben.

  • Psychische Erkrankungen:  Sehr viele Schlafstörungen sind Vorboten psychischer Erkrankungen. 
  • Menschen mit Depressionen sind besonders stark betroffen. Sie leiden oftmals sowohl unter Ein- und Durchschlafstörungen und wachen extrem früh auf, ohne wieder Schlaf zu finden.
  • Angstneurosen verhindern oft das Einschlafen.
  • Demenz verdreht das Schlafverhalten. In Extremfällen schlafen die Betroffenen tagsüber und sind in der Nacht wach.
  • Psychische Belastungen: Probleme in der Familie, im familiären Umfeld, der Partnerschaft oder Stress am Arbeitsplatz lassen keinen erholsamen Schlaf zu.
  • Organische/neurologische Erkrankungen:  Viele neurologische Erkrankungen, wie Multiple Sklerose, die Parkinson-Erkrankung, Epilepsien oder Gehirntumore gehen mit massiven Schlafstörungen einher. Auch organische Erkrankungen wie Asthma und Rheuma werden vielfach von einem gestörten Schlafverhalten begleitet. 
  • Schlafumgebung und  -gewohnheiten: Auch die Schlafumgebung hat einen erheblichen Einfluss auf das Schlafverhalten. So können Faktoren wie Lärm, Lichtverhältnisse oder Temperatur den Schlaf stark beeinträchtigen. Des Weiteren gibt es auch Verhaltensweisen die einem gesunden Schlaf abträglich sind. Zu ihnen zählen unregelmäßige Schlafenszeiten, Schichtarbeit oder die Einnahme opulenter Speisen direkt vor dem Schlafengehen.
  • Alkohol und Medikamente: Geringe Mengen Alkohol fördern  zwar das Einschlafen,  Alkohol verhindert jedoch das Durchschlafen. Als Hilfe bei Schlafstörungen ist er deshalb ungeeignet. Auch Medikamente können Schlafstörungen verursachen. Selbst bestimmte Schlafmittel führen, dauerhaft eingenommen, zu einer Abhängigkeit. Sie können Schlafstörungen sogar verstärken.

Folgen des Schlafmangels

Folgen des Schlafmangels

Die Tendenz geht in unserer Gesellschaft zu weniger Schlaf. Permanente Erreichbarkeit, verstärkter Einsatz von Medien oder Stress sind sicherlich Mitverschulder.

Schlafstörungen und Schlafmangel verursachen nicht selten weitreichende Probleme im Alltag und wirken sich negativ auf die Gesundheit der Betroffenen aus. Neben einer kräftezehrenden Tagesmüdigkeit leiden Menschen mit Schlafstörungen häufig 

  • an einer geringen Konzentrations- und Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz. 
  • unter Stimmungsschwankungen oder sind einer
  • erhöhten Unfallgefahr im Straßenverkehr oder am Arbeitsplatz ausgesetzt.
  • Diabetes, Übergewicht, Herzerkrankungen und selbst frühzeitiger Gedächtnisverlust lassen sich oftmals auf chronischen Schlafmangel zurückführen.

Tipps für einen erholsamen Schlaf

Nicht immer steckt eine ernste Erkrankung hinter einer Schlafstörung. Manchmal sind es ganz banale Dinge, die uns Schlafstörungen bescheren. Wir haben für Sie eine Fülle an Tipps zusammengestellt. Das Ziel: Gesunder, erholsamer Schlaf.

  • Prüfen Sie Ihr Schlafumfeld: Ist Ihr Schlafzimmer abgedunkelt? Stören laute Geräusche? Ist die Umgebungstemperatur angenehm?
  • Räumen Sie das Fernsehgerät weg, verbannen Sie Ihr Handy aus dem Schlafzimmer. Fernsehen und Handys vor dem Schlafen wirken aufputschend und rauben die notwendige Ruhe. 
  • Finden Sie heraus, wieviel Schlaf Sie wirklich brauchen. Jeder Mensch hat ein anderes Schlafbedürfnis. 
  • Lernen Sie Ihre Schlafgewohnheiten kennen: Führen Sie ein Tagebuch über Ihre Einschlaf- und Aufwachzeiten, Dauer des Wachliegens, Aufwachgründe, Schlafqualität und außergewöhnliche Tagesereignisse.
  • Vermeiden Sie Alkohol und verzichten Sie auf anregende Getränke wie Kaffee und Schwarztee. 
  • Pflegen Sie Rituale: Zur Einstimmung auf die Schlafenszeit sind liebgewonnene Gewohnheiten hilfreich – das kann eine Tasse Kräutertee, ein Spaziergang oder ein schönes Buch sein.
  • Treiben Sie Sport. Körperliche Aktivitäten machen müde und helfen beim Abschalten. Am besten ist Bewegung an der frischen Luft.
  • Trainieren Sie Ihren Schlafrhythmus: Gehen Sie möglichst oft zur selben Zeit ins Bett.
  • Entstressen Sie: Entspannungstechniken wie Yoga, Autogenes Training oder Meditation helfen zur Ruhe zu kommen.
  • Verwöhnen Sie sich mit einem warmen Bad. Ein warmes Bad macht müde. Das Wasser sollte eine Temperatur von 35 bis 38 Grad haben. Eine Badedauer von zehn bis zwanzig Minuten reicht aus.
  • Nicht verkrampfen: Die krampfhafte Anstrengung einzuschlafen, vertreibt den Schlaf. Wer nachts aufwacht und nach einer guten Viertelstunde noch immer keinen Schlaf finden kann, sollte zu einem Buch greifen oder sich ablenken bis die Augenlider schwer werden.

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