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Schlafstörungen
Schlaf ist ein lebensnotwendiges Bedürfnis. Er dient der Erholung und Regeneration des Körpers. Aus dem Schlaf schöpft der Körper Energie, die er braucht, um die wichtigen Körperfunktionen am Laufen zu halten. Ausreichend Schlaf fördert die Gesundheit, erhöht die Leistungsfähigkeit, das körperliche und geistige Wohlbefinden und somit die Lebensqualität. Zu wenig Schlaf mindert die Leistungsfähigkeit. Konzentrationsmangel bis hin zur Schwächung des Immunsystems können die Folge sein. Dies wiederum kann die Entstehung anderer Erkrankungen begünstigen. Der Körper „tankt“ sozusagen im Schlaf auf, um wieder volle Leistung erbringen zu können. Zwar stellen Schlafstörungen keine vitale Bedrohung dar, jedoch wird die Lebensqualität der betroffenen Patienten erheblich vermindert.
Aber was ist eigentlich Schlaf? Schlaf ist ein Zustand äußerer Ruhe bei Lebewesen und ist das Gegenstück zum Wachzustand. Während der Mensch schläft, ruht sein Bewusstsein. Auch einige Körperfunktionen „drosseln“ während des Schlafens ihren Betrieb: Herz- und Atemfrequenz nehmen ab, Muskeln entspannen sich, Blutdruck und Körpertemperatur sinken. Andere Körpersysteme werden dagegen aktiver: Stoffwechselprodukte, die sich am Tag anhäufen, werden im Schlaf abgebaut und verwertet. Der Schlaf und seine Funktionen sind ein sehr komplexes Thema und erst teilweise erforscht. Wie sich bestimmte Schlafstadien auf Lern- und Gedächtnisleistungen, Stoffwechsel und Immunsystem auswirken, wird derzeit intensiv erforscht.
Störungen des erholsamen Schlafes können die unterschiedlichsten Ursachen haben. Man unterscheidet im Wesentlichen folgende Gruppen von Schlafstörungen:
1. Ein- oder Durchschlafstörungen mit erhöhter Tagesmüdigkeit (Dyssomnien), verursacht durch äußere Auslöser: z. B.
- Lärm
- Licht
- Wärme
- Stress
- Schichtdienst
- Jetlag
- Alkohol
- nächtliches Essen oder Trinken
- vernachlässigte Schlafhygiene
Häufig verschwinden die Schlafstörungen durch die Beseitigung der äußeren Auslöser.
2. Schlafstörungen beim (teilweisen) Erwachen oder beim Wechsel von Schlafphasen (Parasomnien): Der Schlaf wird unterbrochen (z. B. Alpträume, Schlafwandeln, Zähneknirschen).
3. Schlafstörungen infolge körperlicher oder psychischer Erkrankungen:
Wird als Ursache der Schlafstörung eine organische oder psychische Erkrankung vermutet, sollte ein Facharzt aufgesucht werden. Krankheiten, die Schlafstörungen auslösen können, sind z. B.:
- Depressionen
- Restless Legs Syndrom (Syndrom der ruhelosen Beine)
- Schlafapnoe (Atemstillstand während der Nacht)
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Epilepsie
- Parkinson
- Asthma
4. Schlafstörungen, die durch die Einnahme von Medikamenten ausgelöst werden. Dazu gehören:
- Blutdrucksenkende Medikamente (z. B. Betablocker)
- Asthma-Medikamente (z. B. Theophyllin)
- Mittel gegen Epilepsie
- Antibiotika (z. B. Gyrasehemmer)
- Azetylsalizylsäure
- Hormonpräparate (z. B. Kortison)
- Antriebssteigernde Antidepressiva
5. Genussmittel, die Schlafstörungen hervorrufen können, sind z. B. Koffein, Tee, Nikotin, Alkohol oder Cola.
Das Führen eines Schlaftagebuchs hilft Ihnen, Ursachen oder Auslöser von Schlafstörungen zu erkennen, zu diagnostizieren und behandeln zu können. Kommt es wegen Schlafstörungen zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder leiden Sie schon länger unter diesen Beschwerden, wenden Sie sich bitte in jedem Fall an Ihren Arzt.