Hintergrundwissen
Wie wirken Baldrian und Hopfen gegen Schlafstörungen?
Ein erholsamer Schlaf ist die Voraussetzung für die Gesundheit von Körper und Seele. Schlafmangel kann daher auf Dauer zu erheblichem Leistungsabfall, Konzentrationsstörungen und sogar psychosomatischen Krankheiten führen.
Neben der medikamentösen Behandlung gibt es in der Natur ein pflanzliches „Traumpaar“, das bereits seit dem 19. Jahrhundert erfolgreich bei Schlafstörungen eingesetzt wird. Die schlaffördernde Wirkung der Baldrianwurzel wird durch Kombination mit Hopfenzapfen intensiviert. Anders als bei vielen chemischen Wirkstoffen kann die Wirkstoffkombination aus Baldrian und Hopfen aufgrund der sehr guten Verträglichkeit bedenkenlos langfristig angewendet werden.
Die Kombination aus Baldrianwurzeln und Hopfenzapfen (erhältlich z.B. mit dem Präparat Allunapret®) wirkt beruhigend auf Botenstoffe im Zentralnervensystem und beseitigt so Unruhe und Nervosität, die einem gesunden Schlaf im Wege stehen.
Wie wirkt Thymian gegen Erkältungskrankheiten?
Jedes Jahr erkranken viele Menschen an einer Erkältung und haben teilweise wochenlang mit den Symptomen zu kämpfen. Neben Husten, Schnupfen und verstopften Nasen leiden sie oftmals unter allgemeiner Müdigkeit sowie fieberbedingten Kopf- und Gliederschmerzen.
Insbesondere in der unterstützenden Behandlung von Atemwegserkrankungen gibt es in der Natur einen „pflanzlichen Tausendsassa“, der für seine heilende Wirkung bei Erkrankungen der Atemwegsorgane bekannt ist: Thymian.
In Kombination mit den Heilpflanzen Schlüsselblume und Efeu in Bronchipret® enthalten, unterstützt Thymian durch seine antibakterielle, schleimlösende und entzündungshemmende Wirkung den Heilungsprozess bei Bronchitis, Husten oder Erkältungen auf natürliche Art und Weise.
Wie wirkt die Mariendistel bei Leberschäden?
Aufgrund ihrer hohen Wirksamkeit bei zahlreichen Lebererkrankungen wurde die Mariendistel mittlerweile vom Bundesgesundheitsamt offiziell als Heilpflanze anerkannt. In der Heilkunde ist die Mariendistel insbesondere durch ihren Leberschutz-Wirkstoff Silymarin bekannt und ist aus diesem Grund auch als „Leberdistel“ bekannt.
Wirkstoffe aus den Früchten der Distel verändern die Zellmembran der Leber, so dass Gifte nicht mehr in die Zellen gelangen können und regen zudem die Neubildung von Leberzellen an. Für Mariendistel konnte gezeigt werden, dass sie die Leber effektiv schützt und sogar eine Fettleber regenerieren kann.
Die Mariendistel (beispielsweise enthalten in Silimarit®) kann neben toxischen Leberschäden, chronisch-entzündlichen Lebererkrankungen und Leberzirrhose auch bei Leberschäden durch Alkohol oder Hepatitis eingesetzt werden.
Welche Heilpflanzen sind die Top 5 gegen Schnupfen und Nasennebenhöhlenentzündung?
Schlüsselblume (Primula veris L.)
Die Wirkstoffe aus Blüten und Kelch sowie aus der Wurzel der Pflanze bekämpfen Viren, erleichtern den Auswurf des Schleims aus den Atemwegen und wirken entzündungshemmend.
Gelber Enzian (Gentiana lutea L.)
Extrakte aus der Wurzel des Gelben Enzians wirken schleimlösend. Die Wirkstoffe können außerdem zur Behandlung von Magenbeschwerden eingesetzt werden.
Schwarzer Holunder (Sambucus nigra L.)
In den Blüten des Holunders enthaltene Substanzen wirken schleimlösend und werden gegen Erkältungskrankheiten eingesetzt.
Ampfer (Rumex spec.)
Wirkstoffe aus Blättern und Stängel der Pflanze lösen den Schleim und wirken entzündungshemmend. Zudem stimulieren sie die körpereigenen Abwehrkräfte.
Eisenkraut (Verbena officinalis L.)
Die Inhaltstoffe der Blätter und Stängel des Eisenkrauts wirken schleimlösend und bekämpfen Viren.
Wie hilft Arzneipaprika gegen Halsschmerzen?
Erkältungskrankheiten gehen oft mit Entzündungen im Hals- und Rachenraum einher. Unangenehmes Kratzen und Brennen im Hals und schmerzhafte Schluckbeschwerden sind die Folge. Infektionen der Atemwege und gerade Halsentzündungen sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Denn eine eigentlich harmlose, aber verschleppte Halsentzündung mit Erkältungsviren kann den Grundstein für schwerwiegende Erkrankungen legen.
Neben einigen Hausmitteln wie kalten Halswickeln oder einer Wärmflasche an den Füßen können auch die wirksamen Heilkräfte der Arzneipaprika (u. a. in Tonsipret® enthalten) zu einer effektiven Bekämpfung der Halsenzündung beitragen. Der aus den getrockneten Früchten der Paprika gewonnene Wirkstoff Capsaicin wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd. Der Wirkstoff ist für die Schärfe der Frucht verantwortlich und löst im Körper eine Reaktion aus, bei der ein Schmerzimpuls von einer Nervenzelle zur nächsten weitergeleitet wird. Dieser Effekt ist es, den man nach der Einnahme von Tonsipret® kurzfristig als prickelndes Wärmegefühl auf der Zunge spürt. Zusätzlich regt die Substanz die Durchblutung an. Der Einfluss von Capsaicin führt im weiteren Verlauf zu einer Desensibilisierung der Schmerzrezeptoren – der Schmerz wird blockiert, die Entzündungsreaktion lässt nach.
Wie hilft die Rosskastanie, Venen fit zu halten?
Jeder vierte Mann und jede zweite Frau in Deutschland leiden unter Venenerkrankungen. Von Krampfadern über Thrombosen bis hin zu der Zerstörung der Venenklappen können all diese Krankheitsbilder zu einer chronischen venösen Insuffizienz mit Schwellungen, Verfärbungen und Verhärtungen an den Beinen führen.
Die Rosskastanie liefert in ihren Samen wertvolle Inhaltsstoffe, die speziell gegen Venenerkrankungen eingesetzt werden können. Der Hauptwirkstoff Aescin beeinflusst die Flexibilität der Gefäßwände positiv, wirkt Wassereinlagerungen im Gewebe entgegen und stärkt die Spannkraft der Venen. Die Rosskastanie verschafft somit Linderung bei Schmerzen und Schweregefühl in den Beinen, Wadenkrämpfen, Juckreiz und Beinschwellungen. Rosskastanie kann auch präventiv vor langen Flugreisen angewendet werden.
Für einen gleichmäßigen Wirkstoffspiegel empfiehlt sich ein Präparat mit retardierender (verzögerter) Wirkung, wie sie beispielsweise in Noricaven® retard zu finden ist.
Wie hilft Traubensilberkerze gegen Wechseljahresbeschwerden?
Für viele Frauen ist die Zeit der Wechseljahre mit unangenehmen Beschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schlafstörungen und Nervosität verbunden. Diese Symptome müssen nicht „ausgehalten“, sondern können behandelt werden. In diesem Zusammenhang haben sich wegen ihrer guten Verträglichkeit vor allem pflanzliche Präparate bewährt.
Die Traubensilberkerze zählt zu den meist studiertesten Heilpflanzen in der Gynäkologie und wird seit jeher wirksam gegen die häufigsten Wechseljahresbeschwerden eingesetzt. Inhaltsstoffe aus dem Wurzelstock der Heilpflanze, wie zum Beispiel in Klimadynon® enthalten, weisen in ihrer Wirkung Parallelen zum Hormon Östrogen auf und lindern die Symptomatik der Menopause.
Wie hilft Weidenrinde bei chronischen Schmerzen?
Wenn chronische Schmerzen zum Alltag gehören, beeinflusst dies nicht nur die eigene Lebensqualität und Leistungsfähigkeit, sondern auch das tägliche Miteinander mit Familie, Freunden und Kollegen. Zu den gängigen Behandlungsmethoden aus der Schulmedizin – oftmals mit Nebenwirkungen verbunden - bietet uns die Natur eine wirkungsvolle und verträgliche Alternative: die Weidenrinde.
Bereits seit Jahrhunderten wird die in den nördlichen Erdteilen heimische Weidenpflanze in der traditionellen Naturheilkunde eingesetzt. Der aus der Rinde der Pflanze gewonnene Hauptwirkstoff Salicin wird in Darm und Leber zu Salicylsäure umgewandelt und wirkt schmerzlindernd, fiebersenkend und entzündungshemmend.
Bis die Weidenpflanze Ihre volle Wirkungskraft entfaltet, können mehrere Tage vergehen. Daher ist sie bei akuten Schmerzen wie beispielsweise plötzlichem Kopfschmerz weniger geeignet. Bei chronischen Beschwerden wie Gelenkrheuma oder Rückenschmerzen kann die Weidenrinde jedoch eine wirkungsvolle und nebenwirkungsarme Therapiemöglichkeit darstellen – zubereitet als Tee, Salbe oder in Form von pflanzlichen Arzneimitteln (z.B. Assalix®).
Wie hilft Ginkgo bei hirnorganisch bedingten Leistungsstörungen?
Viele Menschen sehen sich in zunehmendem Alter mit einem nachlassenden Erinnerungsvermögen oder sogar Gedächtnislücken konfrontiert. Der Grund: Mit den Jahren sterben immer mehr Gehirnzellen ab und die allgemeine Leistungsfähigkeit des Gehirns lässt langsam nach.
Neben einem regelmäßigen Gedächtnistraining können Extrakte aus den getrockneten Blättern des Ginkgo-Baums (z.B. Gingopret®) gegen Hirnleistungsstörungen helfen. Aufgrund ihrer gefäßerweiternden und durchblutungsfördernden Eigenschaften regen sie auf natürliche Weise die Hirnleistung im Alter an. Darüber hinaus wirkt Ginkgo Durchblutungsstörungen in den Beinen entgegen und kann zur Therapie von Schwindel und Ohrgeräuschen eingesetzt werden.
Wie wirkt Mönchspfeffer gegen Regelbeschwerden?
Nach der Pubertät ist sie für jede Frau ein regelmäßiger Begleiter: Die Menstruation. So individuell wie jede Frau, so unterschiedlich sind auch Häufigkeit, Stärke, Dauer und eventuell unangenehme Begleiterscheinungen der Monatsblutung. Spürt manche Frau das einsetzen der Regel erst mit den ersten Tröpfchen Blut, leiden andere bereits einige Tage vorher an Kopf- oder Brustschmerzen, Migräne, Stimmungsschwankungen, Heißhungerattacken oder Wassereinlagerungen in Händen oder Füßen – häufige Symptome des Prämenstruellen Syndroms (PMS).
Eine wirksame und schonende Hilfe gegen die Beschwerden bieten pflanzliche Arzneimittel, die einen Extrakt aus Mönchspfeffer enthalten. Die pflanzlichen Wirkstoffe greifen regulierend in die Hormonsteuerung ein und lindern so die Ursache des PMS wie Zyklusstörungen, Brustschmerzen oder Schwellungs- und Spannungsgefühl in der Brust.
Die Wirkstoffe des Mönchspfeffers (beispielsweise in Agnucaston® und Mastodynon® enthalten) greifen in die Steuerung des Zyklusgeschehens ein. Sie wirken ganz ähnlich wie der körpereigene Botenstoff Dopamin und können dadurch die Ausschüttung des Hormons Prolaktin senken. Ein zu hoher Prolaktinspiegel ist in vielen Fällen für Zyklusunregelmäßigkeiten und Zyklusbeschwerden verantwortlich. Mönchspfeffer unterstützt so die Wiederherstellung des hormonellen Gleichgewichtes. So wird der Rhythmus des Zyklusgeschehens harmonisiert. Zu kurze oder zu lange Zyklen können in den Normbereich korrigiert werden.
Wie lange hält sich eine Natur-Arznei?
Das Problem ist fast immer das gleiche: Naturprodukte verändern sich mit der Zeit. Ein Problem, dem auch wir uns stellen müssen. Schließlich basieren unsere Arzneimittel auf pflanzlichen Inhaltsstoffen. Darum spielt die Frage der Stabilität schon bei der Entwicklung eines Präparats eine wesentliche Rolle. Sind die Inhaltsstoffe anfällig gegenüber Licht, Luft und Feuchtigkeit? Welche Darreichungsform ist besonders geeignet? Und überhaupt: Welche Mindesthaltbarkeit ist überhaupt sinnvoll?
Das Mindesthaltbarkeitsdatum legt fest, bis wann das Medikament verwendet werden darf. Für die Stabilität der Arzneimittel sorgt das Unternehmen mit aufwändigen Herstellverfahren und Kontrollen. Um die Stabilität bei ganz unterschiedlichen Bedingungen überprüfen - und gewährleisten - zu können, gibt es riesige Klimaschränke, eigens temperierte Räume und computerüberwachte Lagerbedingungen. Sogar Alarmanlagen werden eingesetzt, die sofort erkennen, ob sich z. B die Temperatur verändert hat. Untersucht werden nicht nur Fertigarzneimittel, sondern auch Proben des angelieferten Pflanzenmaterials und der daraus gewonnenen Extrakte. Aber selbst damit geben wir uns noch nicht zufrieden: Wir untersuchen auch die Stabilität der Produkte in verschiedenen Packmitteln. Auch bei etablierten Rezepturen und Produkten wird die Haltbarkeit immer wieder überprüft. Dazu werden die Proben in definierten Intervallen aufwendigen Labortests unterzogen, um eventuelle Veränderungen zu erkennen. Im ersten Jahr wird alle drei Monate gemessen, im zweiten alle sechs, danach einmal im Jahr. Erst nach fünf Jahren ist die Untersuchung abgeschlossen.
Dies ist der zentrale Gedanke hinter Phytoneering: Sich jederzeit und überall auf die Qualität verlassen zu können. Und genau dafür sorgen wir.
Welche Behandlungsmöglichkeiten auf pflanzlicher Basis gibt es bei depressiven Verstimmungen?
In unserem Leben gibt es gute und auch schlechtere Phasen. Mit Problemen, Rückschlägen oder Verlusten fertig zu werden, fällt uns nicht immer leicht. In der Regel erholen sich Körper und Seele nach einer schwierigen Phase wieder.
Wenn sich Stimmungstiefs jedoch über einen längeren Zeitraum hinweg ziehen und man diese aus eigener Kraft nicht mehr überwindet, kann dies auf eine depressive Verstimmung hindeuten. Neben dem Verlust von Freude und Interesse an ehemals wichtigen Dingen, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen sowie Unzufriedenheit zählen auch Schlafstörungen oder Appetitlosigkeit zu den typischen Symptomen.
Um depressive Verstimmungen zu behandeln, werden in der Schulmedizin üblicherweise Antidepressiva verabreicht. Deutlich weniger Nebenwirkungen und damit eine bessere Verträglichkeit bringt eine pflanzliche Alternative aus der Natur mit sich: Johanniskraut. Wirkstoffe aus den getrockneten oberirdischen Teilen der Pflanze werden gegen Angst, nervöse Unruhe und Schlafstörungen eingesetzt. Bereits seit dem Mittelalter wurde die Heilpflanze deshalb als Heilpflanze eingesetzt.Johanniskraut kann beispielsweise als Tee oder in Form von pflanzlichen Präparaten eingenommen werden.