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Mariendistel
Die Mariendistel (Silybum marianum), auch Leberdistel genannt, gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die ein- bis zweijährige, krautige Pflanze erreicht eine Höhe von 60 bis 160 cm. Der aufrechte, leicht wollige Stängel ist im oberen Teil verzweigt. Die Blätter haben einen dornig gezahnten Rand und sind entlang der Blattnerven weißlich marmoriert. Die großen kugeligen, purpurroten Blütenköpfe sind von stacheligen, laubblattartigen Hüllblättern umgeben. Die reifen, meist bräunlichen 6 - 7 mm langen Früchte sind glatt und tragen an ihrer Spitze einen weißen, seidigen Pappus (Haarkrone, Federkrone).
Die Mariendistel ist im mediterranen Raum beheimatet, man findet sie aber auch an warmen Standorten Mitteleuropas sowie in Südamerika und Südaustralien.
Die volkstümliche Bezeichnung Leberdistel weist auf das wichtigste Anwendungsgebiet der Mariendistel hin: Die Behandlung von toxischen Leberschäden, von chronisch-entzündlichen Lebererkrankungen und von Leberzirrhose. Der aus der Schale der Früchte gewonnene Wirkstoffkomplex Silymarin wirkt leberschützend, indem er die Zellmembran der Leberzellen so verändert, dass Gifte nicht in die Zelle hineingelangen können. Der Wirkstoff der Mariendistel regt außerdem die Regeneration der Leberzellen an.
Der Trockenextrakt aus den Früchten der Mariendistel ist in Silimarit® enthalten und wird zur unterstützenden Behandlung bei chronisch-entzündlichen Lebererkrankungen, Leberzirrhose und toxischen Leberschäden eingesetzt.
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