Heilpflanzen

Mönchspfeffer


moenchspfeffer.jpg

Mönchspfeffer

Der Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus), auch Keuschlamm genannt, gehört zu den Eisenkrautgewächsen (Verbenaceen). Er wächst als fünf bis sechs Meter hoher Strauch bevorzugt in Ufernähe, seine langstieligen Blätter sind fingerförmig gespreizt und auf der Unterseite filzig behaart. Die kleinen, kugeligen Blüten sind ährenartig angeordnet und können violett, rosa, blassblau oder weiß gefärbt sein. In ihnen reifen rot-schwarze Früchte, die etwa so groß wie ein Pfefferkorn werden. Der Mönchspfeffer ist natürlich im gesamten Mittelmeerraum, in Südwestasien und der Krim verbreitet.

Da die Früchte des Vitex-agnus-castus-Strauchs in Aussehen und Geschmack denen des echten Pfeffers stark ähneln, verwendeten Mönche die geschroteten Früchte als Pfefferersatz (daher der Name „Mönchspfeffer“). Nicht nur für Mönche hatte er gleichzeitig einen willkommenen Nebeneffekt: Der lateinische Name „agnus castus“ kann mit „Keusches Lamm“ übersetzt werden und weist darauf hin, dass der Pflanze schon in der Antike eine anaphrodisierende Wirkung nachgesagt wurde: Sie wurde zur Zügelung des Geschlechtstriebs eingesetzt.

Die vielschichtige Namensherkunft der Pflanze deutet es schon an - der Mönchspfeffer hat eine lange und gut dokumentierte Anwendungstradition. Schon im 4. Jahrhundert v. Chr. empfahl Hippokrates, der Urvater der modernen Medizin, die Einnahme der mit Wein vermischten Blätter der Pflanze gegen Blutfluss und zur Beschleunigung der Nachgeburt. Im Mittelalter wurde Agnus Castus bei gynäkologischen Erkrankungen und allgemein gegen Frauenleiden angewendet.

Auch heute wird die Arzneipflanze hauptsächlich in der Frauenheilkunde eingesetzt.

Extrakte aus den reifen, getrockneten Früchten der Pflanze harmonisieren Zyklusstörungen, lindern Beschwerden, die im Rahmen des Prämenstruellen Syndroms auftreten und haben sich seit vielen Jahren zur Behandlung von zyklusbedingten Brustschmerzen (Mastodynie) bewährt. Auch das Eintreten einer Schwangerschaft kann die Heilpflanze beeinflussen, denn die Ursache für einen unerfüllten Kinderwunsch ist oftmals ein hormonelles Ungleichgewicht. Die Pflanzenextrakte harmonisieren den Zyklus und können so den Eintritt einer Schwangerschaft positiv beeinflussen.

Obwohl die pharmakologische Wirkung des Mönchpfeffers schon lange bekannt ist und zur Therapie verschiedener Leiden eingesetzt wurde, konnte erst durch die von Bionorica durchgeführten wissenschaftlichen Untersuchungen die pharmakologische Wirkweise aufgeklärt werden. Die in den pflanzlichen Präparaten Mastodynon® und Agnucaston® enthaltenen hochwertigen Vitex-agnus-castus-Spezialextrakte werden mit Hilfe einer speziellen, patentierten Methode gewonnen und können so ihre volle Wirksamkeit entfalten.

 

Verwandte Beiträge