Assalix®

Häufige Fragen zu Assalix®


Wieviel Salicin ist in Assalix® enthalten?

Assalix® enthält einen Trockenextrakt aus der Weidenrinde mit einem Mindestgehalt von 60 mg Salicin pro Tablette.

Wann und wie nehme ich Assalix® am besten ein?

Heranwachsende ab 12 Jahren und Erwachsene nehmen täglich 1-2 überzogene Tabletten Assalix® sein. Assalix® sollte morgens und – soweit erforderlich – abends jeweils nach den Mahlzeiten eingenommen werden.

Wann kann ich bei der Einnahme von Assalix® mit einer Besserung der Beschwerden rechnen?

Bei dieser Frage spielt die Grunderkrankung und Schmerzstärke eine Rolle. Der Wirkeintritt von Assalix® sollte nicht mit den bekannten Akut-Schmerzmitteln verglichen werden. Die Wirksamkeit von Assalix® entfaltet sich allmählich und steigt kontinuierlich bis sich die volle Wirkung nach ca. 1 - 3 Wochen entfaltet.

Kann ich die Dosierung von Assalix® erhöhen?

Es hat sich erwiesen, dass Patienten mit chronischen Rückenschmerzen, die Assalix® über einen Zeitraum von 4 Wochen in einer Dosierung von 2 x 2 Tabletten angewendet haben, zum Teil über einen schnelleren und stärkeren Eintritt der Wirksamkeit berichten konnten.

Die Dosierung war gut verträglich. Grundsätzlich gilt, dass die Höherdosierung eines Arzneimittels über die Angaben in der Gebrauchsinformation hinaus nur auf Anweisung oder mit Einverständnis des behandelnden Arztes erfolgen sollte. Dieser kann im Rahmen seiner Therapiefreiheit auch eine Dosierung, die im Falle von Assalix® die zugelassene Dosierung von 1 - 2 Tabletten täglich übersteigt, verordnen.

Wie lange kann ich Assalix® anwenden?

Die Dauer der Anwendung von Assalix® ist prinzipiell nicht begrenzt. Eine dauerhafte Einnahme von Medikamenten sollte grundsätzlich von einer Ärztin oder einem Arzt überwacht sein. Wir empfehlen Ihnen trotz der guten Verträglichkeit von Assalix®, die Therapie in regelmäßigen Abständen von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt bestätigen zu lassen. Ebenso gilt, dass Sie bei allen unklaren oder länger anhaltenden Beschwerden Ihren Arzt um Rat fragen sollten.

Wieso ist Assalix® besser magenverträglich als Acetylsalicylsäure?

Die Weidenrinde enthält eine Gruppe von Substanzen, die der Chemiker als Salicylate bezeichnet. Diese werden nach der Aufnahme im Organismus, in Leber und Organen zu Salicylsäure umgewandelt.

Die chemisch-synthetische Verwandte der Salicylsäure, die Acetylsalicylsäure, gehört zu den sogenannten „Nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR)“ und ist Bestandteil u.a. von Aspirin®.
Diesen beiden – der natürlichen Salicylsäure und der synthetischen Acetylsalicylsäure – ist eines gemeinsam: ihre Wirkung bei Schmerzen. Sie vermindern Schmerzen und wirken entzündungshemmend. In einer wesentlichen Eigenschaft unterscheiden sie sich jedoch voneinander: Aufgrund ihres speziellen Stoffwechselweges treten bei der Salicylsäure aus Weidenrinde kaum Nebenwirkungen im Magen- und Darmbereich auf, wie sie von ihrer synthetischen Verwandten bekannt sind.

Salicin aus Weidenrinde wird im Darmtrakt in Saligenin umgewandelt, anschließend ins Blut aufgenommen und über den Blutkreislauf im Körper verteilt. Erst in den Organen, hauptsächlich in der Leber, wird der Wirkstoff in seine aktive Form, die Salicylsäure, überführt. Diese späte Umwandlung trägt zu einer besseren gastrointestinalen Verträglichkeit von Assalix® im Vergleich zu synthetischer Acetylsalicylsäure bei. Am Ziel angekommen, z.B. dem schmerzenden Gelenk oder dem Rücken, entfaltet es seine Wirkung.

Hat Assalix® einen Einfluss auf die Blutgerinnung?

Im Vergleich zu chemisch-synthetischer Acetylsalicylsäure ist die hemmende Wirkung auf die Blutgerinnung von Assalix® schwach ausgeprägt.

Hintergrund dafür ist, dass im Falle der Acetylsalicylsäure eine Übertragung des Acetylrestes auf Enzyme, die für die Blutgerinnung verantwortlich sind, erfolgt. Die Proteine werden durch diese Übertragung irreversibel in ihrer Funktion gehemmt und können ihre Funktion bei der Blutgerinnung nicht mehr ausüben.

Die Salicylsäure in Assalix® wird erst nach der Einnahme des Arzneimittels im Organismus aus dem Vorläufer Salicin gebildet und trägt keinen zusätzlichen Acetylrest. Als Folge kann auch keine irreversible Übertragung eines Acetylrestes stattfinden, die blutgerinnungshemmende Wirkung ist deutlich schwächer. Assalix® weist also im Vergleich zu Acetylsalicylsäure ein geringeres Blutungsrisiko auf, kann aber auch nicht als natürlicher Ersatz für die blutgerinnungshemmende Therapie mit Acetylsalicylsäure dienen.

Muss ich Assalix® vor einer geplanten Operation absetzen?

Wir empfehlen, Assalix® eine Woche vor einer geplanten Operation abzusetzen.

Was muss ich bei der Einnahme von Assalix® mit anderen Arzneimitteln beachten?

Wenn Sie weitere Medikamente einnehmen, sollten Sie die Anwendung von Assalix® mit Ihrem Arzt besprechen. Wenn Sie regelmäßig Medikamente zur Blutverdünnung, z. B. mit den Wirkstoffen Phenprocoumon, Warfarin, Clopidogrel, Acetylsalicylsäure und andere nicht-steroidale Antirheumatika einnehmen, sollten Sie Assalix® nicht zusätzlich einnehmen.

Was ist bei der Einnahme von Assalix® in der Schwangerschaft und Stillzeit zu beachten?

Zur Anwendung von Assalix® während der Schwangerschaft und Stillzeit liegen keine ausreichenden Untersuchungen vor. Assalix® soll deshalb in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden.

Ist Assalix® glutenfrei?

Ja, Zöliakie-Patienten können Assalix® unbedenklich einnehmen.

Wo bekomme ich Assalix®?

Assalix® erhalten Sie ausschließlich in Ihrer Apotheke.

Haben Sie weitere Fragen zu Assalix®? Unser Team antwortet Ihnen gerne!

Kontaktformular

 

end faq