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Seelenverwandt: Rotwein und Phytopharmaka


Professor Dr. Michael Popp - Bionorica Frühjahr 2004: Zwei amerikanische Wissenschaftlerinnen untersuchen einen Krug aus dem Grab des ägyptischen Herrschers Tutanchamun und machen dabei eine interessante Entdeckung.

Das Gefäß enthält Spuren von Malvadin-Glukosid, einer Substanz, die bei jungem Rotwein für die Färbung sorgt. Damit ist klar: Der legendäre Herrscher liebte roten Wein - so sehr, dass man ihm nach seinem Tod einen Trunk mit ins Grab gab. Denn die Toten, so glaubten die alten Ägypter, leben im Jenseits genauso weiter wie auf der Erde.

 
Unzählige Rotweinliebhaber sind dem ägyptischen Herrscher seitdem in seiner Leidenschaft für den roten Saft gefolgt - und das ist alles andere als erstaunlich: Kaum ein Getränk hat so viel Charme und Esprit. Und in kaum einem vereinen sich Vornehmheit und Sinnlichkeit, Gesundheit und Wohlbefinden auf so raffiniert-geheimnisvolle Weise.
 
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"Der Wein ist unter den Getränken das nützlichste, unter den Arzneien das schmackhafteste, unter den Nahrungsmitteln das angenehmste", schrieb der griechische Philosoph Plutarch (um 46 bis 125 n. Chr). Bereits mehr als 400 Jahre zuvor hatte der griechische Arzt Hippokrates seinen Patienten mit Wasser verdünnten Wein bei Kopfschmerzen und Verdauungsstörungen empfohlen.

Was damals hauptsächlich auf guter Beobachtung beruhte, kann heute wissenschaftlich nachgewiesen werden. In den vergangenen zwei Jahrzehnten sind weltweit in über 60 unabhängigen, aufwändig durchgeführten Untersuchungen an Mensch und Tier positive Beziehungen zwischen moderatem Weinkonsum und Gesundheit festgestellt worden: So sinkt das Herzinfarktrisiko bis zu 60 Prozent, wie unter anderem die "Copenhagen City Heart Study" belegt.

Wein erhöht den "guten" Cholesterin-Anteil HDL (Freiburger Weinstudie) und verbessert bei Diabetikern den Stoffwechsel (Studie der Universität in Harvard/USA). Und: Schon ein Glas Rotwein am Tag reduziert das Risiko, an bösartigen Prostata-Tumoren zu erkranken, um 50 Prozent - wie eine Untersuchung am Fred Hutchinson Cancer Research Center in Seattle im September 2004 zeigte.

Eine wichtige Rolle dabei scheinen die Polyphenole zu spielen, eine Substanzgruppe, die antioxidativ wirkt: Sie fangen überschüssige freie Radikale ab, die Zellbausteine zerstören können. Polyphenole sind chemische Verbindungen, die in Schalen, Stielen und Kernen der Trauben vorkommen. Zu den wichtigsten zählen unter anderem Quercetin und Resveratrol.

Doch Rotwein ist nicht gleich Rotwein. Nur sorgfältigst verarbeitete Rohstoffe können ihre wertvollen Substanzen freigeben oder neu entfalten. Ein entscheidender Aspekt ist dabei der Ausbau des Weins. Im Barriquefass zum Beispiel entstehen durch Austauschprozesse zwischen Holz und Wein natürliche Verbindungen, die Herzinfarkte verhindern können. So wurde 1998 in einer Studie der Universität Köln nachgewiesen, dass "en barrique", also im Eichenfass ausgebauter Rotwein Substanzen enthält, die humane Koronararterien relaxieren. Auch die Mechanismen sind inzwischen gut bekannt. Rotweine, die nicht im Eichenfass gelagert wurden, zeigten diese Wirkung nicht. Wie bei pflanzlichen Arzneimitteln ist also auch beim Wein die Qualität der Zubereitung entscheidend. Das heißt, nur die Herstellung von "Spezialextrakten" erschließt letztendlich die Schätze der Natur und macht Weine zu wertvollen Genussmitteln.

Deshalb gebührt dem Herstellungsprozess auf dem Landgut "Es Castellet" in den Bergen Mallorcas auch höchste Aufmerksamkeit. Dort baut das Bionorica-Schwesterunternehmen Vinorica die Rebsorten Cabernet Sauvignon, Syrah, Tempranillo und die mallorquinische Traubenart Malvasia Nera an. Unter dem Markennamen Castell Miquel werden sie zu Weinen verarbeitet, die Genuss und Gesundheit auf außergewöhnliche Weise verbinden. Dabei gehen jahrhundertealtes Heilwissen, langjährige Erfahrung mit pflanzlichen Arzneimitteln - und technisches Know-how des 21. Jahrhunderts eine einzigartige Allianz ein.

"Unser Ziel ist es, Wein herzustellen, der sowohl in seiner sinnlichen als auch in seiner gesundheitsfördernden Dimension einen internationalen Spitzenplatz einnimmt", sagt Professor Dr. Michael Popp, Vorstandsvorsitzender von Bionorica und weltweit renommierter Heilpflanzenexperte. Das Ergebnis: gesunde und gehaltvolle Weine, die sich unter anderem durch eine opulente Aromenfülle auszeichnen von zarten Vanilletönen über schwarze Johannisbeere und frische Feigen zu einer Spur exotischer Würze.

Wie sie erreicht wird? Das ist das Geheimnis des Kellermeisters. Aber Castell Miquel lüftet es ein wenig, denn Inhaltsstoffe werden - wie bei einer Arznei - wissenschaftlich analysiert und deklariert. Das Ergebnis: Weine mit Beipackzettel. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte Ihren Weinhändler...

 

Quelle: Bionorica Research Magazin (1/2005)

Stand: 06-08-2008



 
 

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