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Die Reizblase ist keine von Ärzten klar definierte Erkrankung – sondern bezeichnet eher einen Symptomenkomplex, der im Zusammenhang mit den unterschiedlichsten Störungen der Blasenentleerung einhergeht bzw. in der Folge der unterschiedlichsten Erkrankungen auftreten kann. Daher erklärt sich auch die Häufigkeit dieses Krankheitsbilds: Nach Schätzungen sind in Deutschland 7,5 bis 13 Millionen Frauen und Männer betroffen!
Die Reizblase umfasst Symptome wie plötzlichen, starken Harndrang mit oder ohne unwillkürlichen Urinverlust, häufiges Wasserlassen (oft auch nachts), manchmal verbunden mit leichtem Brennen oder Schmerzen. Wichtig ist der Ausschluss von anderen Erkrankungen durch den Arzt wie z. B. Harnwegsinfekte oder Tumoren. Festhalten kann man aber, dass eine Reizblase für Betroffene äußerst unangenehm ist und als sehr starke Beeinträchtigung des Lebensgefühls empfunden wird.
Wussten Sie, dass
- pro Minute etwa 1 Liter Blut durch beide Nieren hindurchfließt?
- pro Tag 180 l Primärharn gebildet werden, nur aber 1-2 l als Endharn ausgeschieden werden?
- die männliche Harnröhre eine Länge von 15-20 cm, die weibliche jedoch nur 3-4 cm hat? Dies ist auch der Grund, warum Frauen wesentlich häufiger an Blasenentzündungen leiden: Bakterien steigen schneller in die Harnblase auf und siedeln sich dort an.
Stand: 05-06-2008
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