
Manche Kinder fangen sich einen Infekt nach dem anderen ein. Um ihre Abwehr zu stärken, gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Dass Kinder oft erkältet sind, ist zunächst einmal ganz normal. Ihr Immunsystem ist noch nicht vollständig ausgereift und trifft untrainiert auf eine ganze Armee von Erregern. Erst nach und nach lernt der Körper, wie er die über 200 Erkältungsviren wirksam bekämpfen kann. Mit zunehmendem Alter geht die Anzahl der Atemwegsinfekte deshalb ganz von allein zurück.
Dennoch: manche Kinder sind quasi ständig krank. Vom Schnupfen bis zur Mandelentzündung - ein Infekt löst den anderen ab. Geschwollene Schleimhäute, Halsschmerzen, dicke Mandeln und das ständige Gefühl angeschlagen zu sein, begleitet sie über Wochen und Monate. Mediziner sprechen von "rezidivierenden" (wiederkehrenden) oder "chronischen" (anhaltenden) Infekten.
Glücklicherweise gibt es einfache und wirkungsvolle Methoden, um dem Immunsystem der Kleinen auf die Sprünge zu helfen: Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft zum Beispiel stärkt die Abwehr. Denn das Herumtoben, egal bei welchem Wetter, regt Kreislauf und Durchblutung an. Durch die intensive Atmung wird der Körper besser mit Sauerstoff versorgt. Auch die Zahl der Abwehrzellen im Blut nimmt zu. Darüber hinaus sind Sauna und wechselwarme Kneipp-Anwendungen oder Wassertreten für Kinder ebenso geeignet wie für Erwachsene, das körpereigene Abwehrsystem zu unterstützen. Der rasche Wechsel von Heiß und Kalt regt die Durchblutung an - auch die der Atemwegs-Schleimhäute. Das macht sie widerstandsfähiger gegenüber Virusattacken.
Kinder hingegen, die tagtäglich Zigarettenqualm oder anderen Luftschadstoffen ausgesetzt sind, haben es schwerer, Krankheitserreger abzuwehren. Der Rauch belastet die Schleimhäute in Nase, Hals und Rachen so sehr, dass diese ihre Schutzfunktion kaum noch erfüllen können. Die Folge sind immer wiederkehrende Atemwegsinfekte. Erwachsene sollten deshalb in Gegenwart ihrer Kinder grundsätzlich auf Zigaretten verzichten.
Schließlich lassen sich Atemwegsinfekte auch auf sanfte Weise therapieren. Im Kräutergarten der Natur wachsen viele Pflanzen, die dazu geeignet sind. In der richtigen Kombination zusammengestellt und zu modernen Arzneimitteln weiter verarbeitet, bekämpfen sie nicht nur die schmerzhaften Entzündungen, sondern stärken gleichzeitig das Immunsystem. So kann sich der Körper gegen den nächsten Angreifer wappnen.
Achtung: Wenn Kinder von Geburt an unter schweren Haut- und Schleimhautinfektionen leiden, kann auch ein angeborener Immundefekt die Ursache sein. Bei den betroffenen Kindern werden zum Beispiel bestimmte Abwehrzellen gar nicht oder unzureichend produziert.