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Die Stabilität der Venenwände lässt mit dem Alter nach. Zu wenig Bewegung, häufiges Arbeiten im Stehen oder Übergewicht erhöhen die Gefahr einer chronischen Venenschwäche.
Schwere, geschwollene Beine, ein Jucken oder Kribbeln und manchmal auch Taubheitsgefühle in den Beinen sind häufig die ersten Anzeichen einer Venenschwäche. Sie deuten darauf hin, dass der Rücktransport des Blutes von den Beinen zum Herzen nicht mehr einwandfrei funktioniert.
Wann immer sich der Körper in einer aufrechten Position befindet muss das Blut in den Beinen "bergauf" und damit gegen die Schwerkraft transportiert werden. Die so genannte Muskel-Venenpumpe unterstützt beim Gesunden diesen Vorgang. Bei jeder Bewegung der Wadenmuskulatur werden die Venen zusammengepresst. Das Blut wird so in den Venen nach oben gedrückt.
Venenklappen, die sich nur in eine Richtung öffnen, sorgen zudem ähnlich wie Schleusentore dafür, dass das Blut nicht zurück, sondern nur in Richtung des Herzens fließt. Entspannt sich die Muskulatur, erschlaffen auch die Venen. Die Venenklappen verhindern, dass das Blut zurückfließen kann. Es entsteht ein Unterdruck, durch den das Blut von unten regelrecht "angesaugt" wird. Voraussetzung für das Funktionieren dieses natürliche Mechanismus sind elastische Venenwände, die dem steten Wechsel der Druckverhältnisse standhalten.
Mit zunehmendem Alter oder infolge einer angeborenen Venenschwäche können die Venenwände erschlaffen und an Elastizität verlieren. Der Durchmesser der Vene erweitert sich, die Klappen schließen nicht mehr richtig, das Blut sackt in die Beine zurück. Dadurch erhöht sich der Druck in den Venen und sie weiten sich noch stärker aus: ein Teufelkreis beginnt.
Der anhaltende Blutstau führt dazu, dass Stoffwechselabbauprodukte nur noch langsam abtransportiert werden. Sie schädigen Haut und Gewebe, die zudem nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Krampfadern, schwere Entzündungen bis hin zu offenen Beinen können die Folge sein. Zudem besteht die Gefahr der Bildung von Blutgerinnseln, die weiteren Schaden anrichten können. Mediziner sprechen von einer chronischen Veneninsuffizienz (CVI), wenn die Symptome dauerhaft auftreten und nicht nur oberflächliche sonder auch tieferliegende Venen betroffen sind. Soweit muss es aber nicht kommen. Bereits bei einer beginnenden Venenschwäche können einige einfache Maßnahmen und pflanzliche Heilmittel wirksam dazu beitragen, die drohenden Spätfolgen abzuwenden.
Zunächst einmal gilt es, die Muskel-Venenpumpe in Schwung zu halten und sich bei jeder Gelegenheit die Füße zu vertreten. Sportarten wie Radfahren, Schwimmen oder Wandern eignen sich besonders gut, die Venen fit zu halten. Durch das Hochlegen der Beine fließt das Blut mit der Schwerkraft in Richtung Herzen ab. Grundsätzlich gilt: Liegen und Laufen ist besser als Sitzen und Stehen.
Innerlich oder äußerlich angewandte pflanzliche Heilmittel, in erster Linie mit Extrakten der Rosskastanie, "dichten" die Gefäße ab und wirken sich positiv auf die Elastizität der Venenwände aus. Wickeln der Beine oder das Tragen von Kompressionstrümpfen engt die Venen ein, so dass die Klappen wieder besser schließen.
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Stand: 17-01-2007
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