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Obwohl sie müde und erschöpft sind, können Sie abends nicht einschlafen. Sie wachen nachts häufiger auf und verfallen ins Grübeln oder sind bereits in den frühen Morgenstunden hellwach, obwohl Sie nur wenige Stunden geschlafen haben. Sie fühlen sich ständig müde und ausgelaugt.
Einige Anzeichen dafür, dass es sich um mehr als nur ein vorübergehendes Tief handelt, sind:
- Gefühle von Hoffnungslosigkeit, Niedergeschlagenheit und Traurigkeit. Sie sehen alles wie durch eine schwarze Brille, fühlen sich innerlich leer und elend.
Manchmal weinen Sie ohne einen besonderen Anlass.
- Sie haben an nichts mehr Interesse; Dinge, die Ihnen früher Spaß gemacht haben, sind Ihnen gleichgültig. Sie können sich nicht mehr freuen und haben keine Lust mehr, etwas zu unternehmen. Sie können sich zu nichts aufraffen.
- Sie ziehen sich von anderen Menschen zurück.
- Sie fühlen sich kraftlos und müde, alles ist Ihnen zu viel. Manchmal fühlen sie sich wie gelähmt.
- Sie haben weniger Selbstvertrauen, fühlen sich wertlos oder machen sich
Selbstvorwürfe. Sie geben sich selbst die Schuld an Ihrem Zustand.
- Schlafstörungen
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Darüber hinaus gibt es auch einige körperliche Beschwerden, die auf eine depressive Verstimmung hindeuten können. Häufig vorkommende körperliche Beschwerden sind:
- Kopfschmerzen
- Verspannungen und Schmerzen im Nacken und im Rücken
- Appetitlosigkeit
- Gewichtsverlust
- Kreislaufstörungen
- allgemeine körperliche Erschöpfung
- vermindertes sexuelles Verlangen
- Magen-Darm-Beschwerden
Seelische Tiefs können sie auch durch Umwelteinflüsse z.B. in Abhängigkeit von der Jahreszeit einstellen. Besonders oft treten sie während der dunklen Herbst- und Wintermonate auf Meist verschwinden meist aber wieder, wenn die Tage länger und heller werden.
Es müssen auch nicht alle Anzeichen gleichzeitig auftreten, außerdem sind Stärke, Art und Häufigkeit dieser Beschwerden von Mensch zu Mensch verschieden.
Je nach Ausprägung der Beschwerden unterscheidet man leichte, mittelschwere und schwere depressive Erkrankungen. Schwere depressive Verstimmungen sind vergleichsweise selten, in etwa 9 von 10 Fällen handelt es sich um eine leichte oder mittelschwere Form.
Auch die Dauer depressiver Beschwerden ist individuell verschieden. Sie können Wochen oder Monate anhalten, in seltenen Fällen auch Jahre. Eine Behandlung wird jedoch den Verlauf wesentlich mildern und verkürzen.
Rückfälle können vorkommen, müssen aber nicht. Wenn Sie die ersten Anzeichen einer Depression erkennen, sollten Sie frühzeitig zum Arzt gehen, um adäquat behandelt zu werden.
Stand: 03-11-2009
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