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Die Wiesenschlüsselblume (Primula veris) ist in Mitteleuropa und Vorderasien verbreitet. Sie bevorzugt lockere, kalkhaltige Böden auf trockenen Wiesen oder an Waldrändern. Die Pflanze wird etwa 15 bis 20 Zentimeter hoch. Die länglichen Blätter sind rosettenförmig angeordnet und an der Unterseite behaart. Am Ende der blattlosen Blütenstängel befindet sich eine Dolde mit zahlreichen dottergelben, duftenden Blüten. Im Schlund der Blüte sind fünf orangene Flecken zu sehen. Darin unterscheidet sie sich von der Hohen Schlüsselblume (Primula elatior), die diese Flecken nicht besitzt. Deren Blüten sind zudem eher schwefel- als goldgelb und sie bevorzugt feuchte und lehmige Böden in schattiger Lage.
Von beiden Arten werden die Wurzeln und der Wurzelstock für die Herstellung von medizinisch wirksamen Zubereitungen verwendet. Zusätzlich nutzt man auch die Blüten - mit oder ohne Kelchblätter. Die Wurzeln enthalten hauptsächlich Saponine, außerdem wenig ätherisches Öl und Gerbstoff. Die Primula veris-Wurzeln enthalten zudem Primulaverin, das für den typischen Geruch verantwortlich ist. In den Blüten sind ebenfalls Saponine, aber in geringer Menge vorhanden. Zudem enthalten sie Flavonoide und etwas ätherisches Öl.
Die Zubereitungen dienen hauptsächlich der Behandlung von Atemwegserkrankungen. Die Inhaltsstoffe wirken schleimlösend und erleichtern das Abhusten. Extrakte aus Blüten und Kelch bekämpfen zudem Viren und wirken entzündungshemmend. Sie werden - zusammen mit anderen Drogen - vor allem bei akuten und chronischen Entzündungen der Nasennebenhöhlen eingesetzt, wie zum Beispiel im Präparat Sinupret®.
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Stand: 13-08-2009
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