Hier finden Sie die sieben wichtigsten Fragen zu Pflanzlichen Arzneimitteln (Phytopharmaka). Zum Beispiel: "Gibt es von Bionorica-Phytopharmaka so genannte Nachahmerprodukte?"
Welches sind die bekanntesten Wirkstoffe und Einsatzgebiete von Phytopharmaka?
Die Einsatzmöglichkeiten von Phytopharmaka sind so vielfältig wie die verwendeten Arzneipflanzen. Spezialextrakte aus der Traubensilberkerze bei klimakterischen Beschwerden. Extrakte aus den Früchten des Mönchspfeffers wirken gegen hormonelle Störungen des weiblichen Organismus und bei gutartigen Brusterkrankungen. Gegen Husten und Bronchitis helfen Spezialextrakte aus Thymian und Primelblüten. Eine antibiotikaähnliche Wirkung bei Entzündung der Nasennebenhöhlen entfalten Spezialextrakte aus Eisenkraut, Enzianwurzel, Holunderblüten, Gartensauerampferkraut und Primelblüten. Bei rheumatischen Beschwerden (Weidenrindenextrakte), Depressionen (Johanniskraut), Demenz(Ginkgo), Harnwegserkrankungen (Goldrute) und gastrointestinalen Erkrankungen werden Phytopharmaka mit Erfolg verwendet.
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Gibt es unterschiedliche Arten von Phytopharmaka?
Man unterscheidet rationale, monografiekonforme, traditionelle und alternative Phytopharmaka. Bionorica produziert rationale Phytopharmaka. Sie besitzen die Zulassung nach dem Arzneimittelgesetz (AMG). Als Voraussetzung für die Zulassung musste das Unternehmen ihre Wirksamkeit und Unbedenklichkeit durch Studien eindeutig nachweisen. Monografien fassen die Erkenntnisse zu arzneilich genutzten Pflanzen, zum Beispiel zur Wirksamkeit, zusammen. Erfüllt ein Phytopharmakon die Spezifikationen der Monografie, ist es monografiekonform. Originäre Daten zum Arzneimittel sind dabei nicht erforderlich. Traditionelle Phytopharmaka sind Präparate, für die kein Wirksamkeitsnachweis erbracht werden muss; lediglich die Unbedenklichkeit muss gewährleistet sein. Sie werden überwiegend außerhalb von Apotheken vertrieben und sind an dem Verpackungsvermerk "traditionell angewendet bei/zur Behandlung von" erkennbar. Qualität und Wirkstoffgehalt sind deutlich niedriger als bei rationalen Phytopharmaka. Traditionell angewendete Phytopharmaka werden nicht durch gesetzliche Krankenkassen erstattet. Ayurveda-Medizin, Bach - Blüten-Essenzen, Arzneimittel der Hildegard - von - Bingen - Medizin und der traditionellen chinesischen Medizin sind pflanzliche Zubereitungen, die nicht die Anforderungen an rationale Arzneimittel erfüllen. Für sie muss weder einen Wirksamkeits- noch einen Unbedenklichkeitsnachweis im Sinne des Arzneimittelgesetzes erbracht werden.
Wie werden Wirkstoffe für Phytopharmaka gewonnen?
Die Phytopharmazie nutzt derzeit etwa 400 Pflanzenarten. Sie stammen zum einen aus so genannten Wildsammlungen und zum anderen aus Pflanzenkulturen. Frei in der Natur vorkommende Heilpflanzen werden "wild gesammelt". In Pflanzenkulturen hingegen werden Arzneipflanzen gezielt angebaut, um aus ihnen hochwirksame Medikamente herzustellen. Dazu zählen zum Beispiel Kamillenblüte, Baldrianwurzel oder Thymiankraut. An diesen Arzneipflanzen besteht ein hoher Bedarf. Bei Pflanzenkulturen sind Verwechslungen praktisch unmöglich. Die Artenreinheit wird bewahrt. Durch gezielte Züchtungen kann darüber hinaus der Anteil der arzneilich wirksamen Inhaltsstoffe in den Pflanzen erhöht werden. Pflanzen aus verschiedenen Herkunftsländern und Anbauflächen sind allerdings nicht identisch. So haben Studien gezeigt, dass sich zum Beispiel Thymian aus China in Wirkstoffgehalt, Inhaltsstoffmuster und Unbedenklichkeit wesentlich von Thymian aus Spanien unterscheidet.
Gibt es von Bionorica-Phytopharmaka so genannte Nachahmerprodukte?
Bionorica-Spezialextrakte sind das Ergebnis langjähriger, intensiver Forschung in Verbindung mit speziell selektierten Pflanzen, ständig optimierten Anbaubedingungen und über 70 Jahre gewachsenem Wissen. Kopien dieser Produkte sind daher nicht denkbar. Das kann das Unternehmen sowohl analytisch als auch durch Modellstudien im Labor nachweisen. Bionorica besitzt zahlreiche Patente für pharmazeutische und technische Verfahren, die zur Herstellung moderner rationaler Phytopharmaka notwendig sind. Die gesicherte Qualität, die für diese Präparate etabliert wurde, sollte für alle Phytopharmaka gelten. Im Zuge der AMG - Novellierungen soll die Möglichkeit geschaffen werden, auf den Fertigarzneimittel - Packungen die Extraktqualität zu deklarieren; zuerst in Deutschland und später weltweit. Damit wäre für Arzt und Apotheker sofort klar ersichtlich, wann es sich um einen qualitativ hochwertigen Spezialextrakt handelt. Auch Patienten und Verbraucher können dann an dieser Deklaration erkennen, dass sie Qualität kaufen.
Ist Gentechnik auch in der Bionorica - Phytotherapie ein Thema?
Bionorica verwendet keine gentechnischveränderten Pflanzen. Selektion beginnt für das Unternehmen bereits beim Saatgut. Die Arzneipflanzen, aus denen die Wirkstoffe gewonnen werden, unterliegen permanenten Kontrollen. Patentierte Technologien sichern die schonende und schnelle Weiterverarbeitung der Wirkstoffe. Das Ergebnis dieses Aufwands sind qualitativ hochwertige Produkte. Wenn die Extrakte optimiert werden sollen, setzt Bionorica beim Anbau und bei der Verbesserung der Anbaubedingungen an, anstatt das Erbgut der Heilpflanzen zu verändern.
Was sind Phytopharmaka, und was unterscheidet sie von anderen Arzneimitteln?
Phytopharmaka sind Medikamente, die ausschließlich pflanzliche Wirkstoffe enthalten. Um diese zu gewinnen, werden Teile von Arzneipflanzen pharmazeutisch verarbeitet. Die rationale Phytotherapie nutzt das Heilpotenzial von Arzneipflanzen, indem sie es mit modernen Methoden entschlüsselt. Phytopharmaka sind als Tropfen, Tabletten, Dragees oder Kapseln erhältlich und unterliegen wie alle anderen Arzneimittel den rechtlichen Bestimmungen des Arzneimittelgesetzes. Die Vorteile der Phytopharmaka gegenüber chemisch-synthetisch hergestellten Arzneimitteln sind geringe Nebenwirkungen, seltener auftretende Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und ein größeres therapeutisches Wirkspektrum. Bionorica überprüft die therapeutische Wirksamkeit, die Qualität und Unbedenklichkeit seiner Präparate mit hohem wissenschaftlichem Aufwand. Neben klinischen Studien komplettieren Anwendungsbeobachtungen und der ständige Austausch mit der ärztlichen Praxis das Wissen über die gezielte Wirkweise dieser Produkte.
Sind Phytopharmaka genauso sicher und wirksam wie apotheken- und verschreibungspflichtige Arzneimittel?
Rationale Phytopharmaka sind ebenso wirksam wie chemisch - synthetische Arzneimittel, haben jedoch vergleichsweise geringe Nebenwirkungen. Erkennbar ist die nachgewiesene Wirksamkeit an der Zulassungsnummer, der Ausweisung eines definierten Anwendungsgebietes und der Apothekenpflicht. Die Risiken eines Arzneimittels werden über die Verschreibungspflicht signalisiert: Verschreibungspflichtig sind alle Arzneimittel, die auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch gesundheits- oder missbrauchsgefährdend sein können. Im Vergleich mit chemisch - synthetischen Mitteln sind Phytopharmaka sehr selten verschreibungspflichtig. Das heißt: Ihre Sicherheit ist höher. Apothekenpflicht und Befreiung von der Rezeptpflicht sind die deutlichsten Nachweise für Wirksamkeit und Sicherheit von Phytopharmaka.
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